Open Source im professionellen Einsatz

Brandneu

Webcamstudio-Entwickler Patrick Balleux wartet zudem mit einer in dieser Softwaresparte bisher noch einzigartigen Idee auf: Schaltet man »Face Detection« ein, ortet das Programm in einer Webcam-Aufnahme automatisch die Augen der aufgenommenen Person. Dann lädt der Benutzer eine Face-Datei, die aus Bildern und Koordinaten besteht und den Abstand der enthaltenen Bildelemente zu den Augen beschreibt. Die Software setzt der gefilmten Person eine virtuelle Maske auf, die Kopfbewegungen mitmacht und bei wechselndem Abstand zur Webcam größer und kleiner wird.

Dass dieses Feature nicht perfekt funktioniert, ist beim gegenwärtigen Stand der Technik nicht überraschend. Für witzige Effekte mit den auf der Webcamstudio-Homepage verfügbaren Face-Dateien wie einer Batman-Maske oder dem Gesicht des Serienarztes Dr. House reicht die Qualität aber allemal.

Virtuelle Kamera

Das Kernelmodul »vloopback« erzeugt ein virtuelles Kamera-Device, an dem der Anwender die in Webcamstudio erzeugten Videodaten abgreift. Es gehört nicht bei jeder Distribution zum Standardumfang, deshalb liegt es dem Webcamstudio-Paket bei. Ist es geladen, erzeugt der Kernel ein zusätzliches Videogerät, beispielsweise »/dev/video2«. Die Flash-Anwendungen der Videoblog-Dienste kommunizieren dann mit diesem. Webcamstudio lässt sich dazu nur benutzen, wenn das Kernelmodul »vloopback« geladen ist und der Benutzer über Schreibrechte auf dem Video-Loopback-Gerät verfügt.

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Ausgabe 07/2013

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