Open Source im professionellen Einsatz

Schwerfällig

So stimmig wie bei Ubuntu ist das Bild bei Suse auf dem Eee-PC aber bei Weitem nicht: Nicht nur der Netbook-Launcher, das ganze System wirkt unter Open Suse 11.1 träger. Am deutlich höheren Speicherbedarf allein liegt es nicht, 277 MByte bringen den Rechner mit 1024 MByte RAM noch nicht ins Pagen. Auch wer die Flucht nach vorn antritt und KDE 4 installiert, gewinnt zwar um die 20 MByte Speicher, richtig flüssig reagiert das GUI aber auch dann nicht.

Auf den ersten Blick haperte es auf dem Eee-PC 901 auch bei der Hardware-Unterstützung: Das WLAN-Gerät war nach der Installation nicht zu gebrauchen. Allerdings verschwand dieses Problem nach dem Einspielen des per Online-Update verfügbaren Kernels. Problematisch bleibt jedoch, dass Open Suse den Bereitschafts-Modus (Supend to RAM) erst nach über 30 Sekunden erreicht - im Vergleich zu 5 Sekunden unter Ubuntu.

Flux-Flux

Ganz andere Schwerpunkte als Ubuntu Netbook Remix setzt die auf dem in den USA verbreiteten PC Linux OS basierende Netbook-Distribution Flux-Flux [7]. Die letzte Version bei Redaktionsschluss hieß 03/2009. Eine speziell auf den Eee-PC abgestimmte Version lag in Version 12/2008 vor. Das Bootmenü dieser Live-Distribution enthält Einträge für die Typen 70x, 900, 900A, 901, 901Go und 1000x. Trotz der alten Kernelversion 2.6.22 unterstütz Flux-Flux die Hardware der Eee-PC-Typen vollständig.

Das WLAN verbindet sich nach einer Erstkonfiguration als Root klaglos mit WPA-verschlüsselten Endpunkten. Ein Konfigurationsskript für die verbreiteten Huawei-UMTS-Sticks gibt es ebenfalls. Bei der Eee-PC-Version funktionieren außerdem die spezifischen Keyboard-Shortcuts wie Lautstärke und Bildschirmhelligkeit, Deaktivierung des WLAN, Aktivieren des zweiten Bildschirms sowie Suspend zu RAM. Die vier Anwendungs-Shortcutkeys starten Firefox, Thunderbird, Skype und den Chatclient Pidgin.

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