On the Fly: Koordinatensysteme umrechnen
Weil aber der WMS-Server des Kantons Solothurn die Daten in dem Koordinatenbezugssystem CH1903/LV03 zur Verfügung stellt, die gerade erstellten Adressen- und Kundendaten jedoch als Koordinatenbezugssystem WGS84 haben, bekommt Qgis die Möglichkeit, mit einem weiteren Feature zu glänzen: Es kann die Kartendaten on the Fly umprojizieren, also umrechnen.
Auch das geht mit dem Desktop-GIS - in nur fünf Schritten: Der Benutzer fügt eingangs im Menü »Layer« einen WMS-Layer hinzu, klickt im WMS-Dialogfenster auf »Neu«, trägt die URL des WMS-Dienstes [11] ein und wählt einen passenden Namen. Nach einem Klick auf »Verbinden« entscheidet er sich innerhalb der Liste für »strassenkarte_ortho« und klickt auf »Hinzufügen«. Im Menü »Einstellungen | Projekteinstellungen« aktiviert er das Kontrollkästchen für »On-The-Fly-Transformation«, wählt das Koordinatensystem »CH1903/LV03« über die EPSG ID »21781« aus und bestätigt mit »OK«.
Anschließend lassen sich die anderen Layer, also Kunden- und Adressendaten aus der PostgreSQL-Postgis-Datenbank hinzuladen und beliebig herein- und hinauszoomen, obwohl die darunter liegenden Schichten eigentlich völlig unterschiedliche Bezugssysteme für die Kartenbasis verwenden.
Drucklayouts individuell erzeugen
Ein Kartenfenster, wie es Abbildung 3 zeigt, ließe sich jetzt direkt in PNG- oder Jpg-Dateien schreiben. Qgis bietet darüber hinaus noch die Gelegenheit, eine druckfertige, kartographisch korrekte und präsentationsfähige Karte zu layouten und auszudrucken oder als Postscript, PDF oder SVG zu speichern, und zwar samt Rahmen, Titel, Legende, Bildern und einem Maßstab. Eine ausführliche Anleitung zu den umfangreichen Möglichkeiten des Layouts findet sich im Benutzerhandbuch [5].
Das Layout einer Karte gestaltet sich simpel: Nachdem er einen Kartenausschnitt ausgewählt hat, definiert der Benutzer die Layereigenschaften nach seinen Wünschen mit einem Doppelklick auf den Legendennamen. Über das Menü »Datei | Druckzusammenstellung« startet der Map Composer; hier klickt der User auf das Icon »Neue Karte hinzufügen« und zieht mit gedrückter linker Maustaste ein Fenster für den Kartenbereich auf. Qgis stellt den gewählten Kartenausschnitt dar, sobald er auf der Registerkarte »Eintrag« die »Vorschau« von »Rechteck« auf »Cache« umgestellt und danach »Vorschau aktualisieren« geklickt hat.
Mit Hilfe der anderen Icons fügt der Kartograph weitere Elemente zur Druckzusammenstellung hinzu und verändert ihre Eigenschaften über die Reiter im rechten Dialogbereich. Eine mögliche Variante eines einfachen, druckfertigen Kartenlayouts zeigt Abbildung 4.
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