Open Source im professionellen Einsatz

Cmaptools

Während sich Freemind und Kdissert in vielem ähneln, überwiegen im Vergleich mit Cmaptools [4] die Unterschiede. Das beginnt schon bei der Bedienung: In Cmaptools arbeitet der Anwender hauptsächlich mit der Maus. Zum Erstellen neuer Nodes zieht er einen Griff an die Stelle der Zeichenfläche, an der der neue Kasten entstehen soll. Benutzt er den Griff eines Textkasten, entsteht ein untergeordneter Knoten, aus den Griffen der Verbindungslinien zieht er gleichgeordnete heraus.

In Cmaptools trägt jede Verbindungslinie einen beschreibenden Text (Abbildung 4). Darin zeigt sich, dass Cmaptools eine andere Zielsetzung hat als klassische Mindmap-Tools: Geht es bei ihnen darum, den kreativen Fluss durch optische Darstellung verwandter Aspekte zu fördern, so entstehen in Cmaptools richtige Ontologien.

Abbildung 4: Mit den Cmaptools lassen sich die optisch ansprechendsten Mindmaps zeichnen, die man ohne Weiteres auch in Präsentationen übernehmen kann.

Abbildung 4: Mit den Cmaptools lassen sich die optisch ansprechendsten Mindmaps zeichnen, die man ohne Weiteres auch in Präsentationen übernehmen kann.

Auch bei den optischen Gestaltungsmöglichkeiten lässt Cmaptools jene Mindmap-Software, bei der es mehr um zügiges Zeichnen als um ausgefeiltes Layout geht, hinter sich. Der Anwender bestimmt Platz und Größe der Textkästen, sie können verschiedene Formen annehmen. Stärke, Farbe, Form und Verlauf der Verbindungslinien lassen sich verändern, außerdem dürfen sie mit einer Pfeilspitze die Verknüpfungsrichtung anzeigen. Neben den üblichen Optionen zur Textformatierung gibt es auch einen einfachen Formeleditor.

Viel Freiheit

Obwohl der Benutzer anders als bei Freemind die Kontrolle über die Platzierung der Nodes behält, gibt es in Cmaptools auch eine Autolayout-Funktion, die mit zahlreichen Parametern die der anderen beiden Programme im Leistungsumfang übertrifft. Cmaptools eignet sich wegen seiner Komplexität anders als Freemind oder Kdissert weniger für zügiges Festhalten der Ideen beim Brainstorming. Die Entwickler nennen ihr Programm auch nicht Mindmap-Editor, sondern "Werkzeug zur Wissensmodellierung".

Seine Stärken spielt es dann aus, wenn es um ausgefeilte Konzepte geht. Auch bei Präsentationen erweisen sich die grafischen Stärken der Software im Vergleich zu den beiden anderen Programme als deutliches Plus. Außerdem bringt Cmaptools anders als Freemind und Kdissert umfangreiche Kollaborationsfunktionen für das gemeinsame Arbeiten mehrerer Anwender im Netz mit.

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