Open Source im professionellen Einsatz

Optik unspektakulär, aber übersichtlich

Die Optik der Mindmaps, die Freemind mit den Standardeinstellungen zeichnet, ist schlicht und übersichtlich. Die Anwendung bietet viele Möglichkeiten, um das Aussehen der Mindmap zu beeinflussen: So lassen sich Schriftart, -größe und -farbe ebenso einstellen wie die Farbe des Textkastenhintergrunds, der Rahmen oder der Verbindungslinien. Bei den Verbindungen selbst darf der Anwender neben der Kolorierung und der Linienstärke auch noch unterschiedliche Linienformen auswählen.

Als Bonus gibt es bei Freemind zum Dekorieren der Knoten noch ein Set aus gut 30 Icons sowie die Funktion »Wolke«, die einen Knoten und seine Unterknoten mit einer farbigen Fläche hinterlegt (Abbildung 2, links unten). Optisch besonders aufpolierte Mindmaps, die bei einer Präsentationen beeindrucken könnten, kann das Programm trotz aller Formatierungsmöglichkeiten aber nicht erstellen, die Stärke der Software liegt eher im Zweckmäßigen.

Angehängt

Außer Icons lassen sich den Textkästen in den Mindmaps auch externe Grafiken im Jpeg-, PNG- oder Gif-Format einfügen. Außerdem kennt die Software Links auf Internetadressen und externe Dokumente auf der Festplatte. Zudem kann der Anwender Notizen anhängen, also längere Texte, die die Software nicht direkt in der Mindmap anzeigt. Vielmehr blendet Freemind dazu ein Unterfenster am unteren Bildrand ein.

Freemind exportiert Mindmaps als Bitmap (PNG, Jpeg) oder verlustlos skalierbare Vektorgrafik (SVG) sowie als HTML. Der HTML-Export erzeugt allerdings keine Mindmap, sondern bildet die Mindmap auf eine lineare Gliederung ab. Freemind erzeugt auch PDFs, in die die Software die Mindmaps allerdings als Bitmap mit sichbaren Kompressionsartefakten einbettet, nicht - wie es mit Blick auf Qualität und Dateigröße sinnvoll wäre - als Vektorgrafik und Text. Zudem bietet Freemind einen Export in das alte Open-Office-SWX-Format und einen XML-Export auf Basis einer XSLT-Datei wie beim Latex-Beamer-Export von Florian Thiel [2].

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