Open Source im professionellen Einsatz

Breites Spektrum

Bacula unterstützt zahlreiche Bandlaufwerke und -wechsler, verwendet eine Datenbank zum Speichern des Katalogs und unterstützt viele Betriebssysteme. Differenzielle, inkrementelle und vollständige Backups sind möglich und lassen sich flexibel über Platten, Bänder und andere Medien verteilen. Die Medientypen darf der Administrator sogar mischen. Mehrere Storage-Server, Sicherung der ACLs, Unterstützung für diverse Storage-APIs sind ebenso enthalten wie Verschlüsselung und eine gute englische Doku. HP-UX und AIX sollen laut Hersteller funktionieren, auch wenn sie anders als Solaris und BSD, die als Client und Server vollen Support genießen, nicht zur offiziellen Liste unterstützter Systeme gehören.

Steuerzentrale

Der Server namens Bacula Director läuft auf fast allen Linuxen und BSD, den Client-Daemon gibt es auch für Windows und diverse Unixe. Pünktlich mit der Enterprise Edition wird auch das MS-Exchange-Plugin fertig sein, es ist nach Herstellerangaben wie alle anderen Module und Skripte ebenfalls GPL-lizenzierte Open-Source-Software. Das gilt auch für das Perl-basierte Bweb [5], ein ansehnliches Web-GUI für den Admin in großen Umgebungen. Die vielen "nein" in der Rubrik "Module" in Tabelle 1 sind etwas irreführend, weil das Tool zahlreiche Funktionen über Community- oder eigene Skripte eben doch zur Verfügung stellen kann. Nein bedeutet hier, dass keine Bordmittel, so genannte Agenten, für die Aufgaben bereitstehen.

Bei der Wahl des GUI kann sich der Admin austoben, Web, Windows und Linux liegen vor. Am ausgereiftesten ist das Bacula-Administrations-Tool Bat [6], das auf QT aufsetzt (Abbildung 3).

Abbildung 3: Die Administrationsoberfläche von Bacula heißt Bat und steht für Windows und Linux sowie die Kommandozeile zur Verfügung. Im April kommt zudem die erste Enterprise-Variante von Bacula heraus.

Abbildung 3: Die Administrationsoberfläche von Bacula heißt Bat und steht für Windows und Linux sowie die Kommandozeile zur Verfügung. Im April kommt zudem die erste Enterprise-Variante von Bacula heraus.

Für viele Szenarien wirklich lohnend macht Baculas Enterprise Edition ihr plattformbasiertes Support-Preismodell. Mit einer Subskription erwirbt der Kunde eine Anzahl Tickets oder Cases für eine OS-Plattform, für je zusätzlich 1500 Euro gibt\'s Support für ein weiteres Linux- oder Unix-Betriebssystem, egal wie viele Server der Kunde betreibt. Windows soll dabei übrigens 2000 Euro kosten. Ab einer mittleren Anzahl Server ist das deutlich billiger als die Konkurrenz.

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