Open Source im professionellen Einsatz

Synthetisch: Atempo

Auch Backup-Spezialist Atempo hat seine Hausaufgaben gemacht und unterstützt jetzt zahlreiche Unixe und alle Linux-Varianten ab Kernel 2.4 oder 2.6. Den Bare-Metal-Restore gibt nun auch für Linux (Abbildung 2). Ein Outlook-Plugin für Exchange Server erleichtert die Admin-Arbeit mit Single-Object-Backup und User-Restore. Support für Max DB, Groupwise, und VMware komplettieren den guten Gesamteindruck. Atempo integriert sich in Oracles Datenbanken, Admins können sowohl mit dem Recovery-Manager Rman als auch mit dem eigenen GUI sichern und wiederherstellen.

Abbildung 2: Atempo bietet ein Bare-Metal-Restore, also ein voraussetzungsloses Zurückschreiben eines ganzen Systems, nun auch für Linux an. Bisher war dieses Feature nur für Windows verfügbar.

Abbildung 2: Atempo bietet ein Bare-Metal-Restore, also ein voraussetzungsloses Zurückschreiben eines ganzen Systems, nun auch für Linux an. Bisher war dieses Feature nur für Windows verfügbar.

Beim Parallel-Client-Backup erstellt Atempo gleichzeitig mehrere Backupkopien auf unterschiedlichen Medien. Das synthetische Backup ist ein einmaliges Fullbackup des Clients mit folgenden, nur scheinbar inkrementellen Sicherungen. Der Server erzeugt daraus regelmäßig ein neues vollständiges Backup.

Atempo repliziert auch ganze Dateisysteme, hat eine integrierte Benutzerverwaltung mit detaillierter Rechte- und Aufgabenvergabe und ist mandantenfähig. Ein wichtiges Plus ist sicherlich auch die Kompatibilitätsliste [4], die auf 48 Seiten detailliert Geräte und Clientsoftware-Versionen aufführt. Bandlaufwerke und Bandlaufwerksbibliotheken sowie über Fibre Channel angeschlossene SANs sind in der Mehrheit. Billig ist Atempo nicht, die Preisspanne fängt bei 2400 Euro an.

Gründer: Bacula

Bacula ist wesentlich jünger als beispielsweise Amanda und hatte in den ersten Jahren keinen allzu guten Ruf. Dementsprechend ist die Community klein. Das ändert sich aber in letzter Zeit, auf den Mailinglisten finden sich immer mehr Anwender ein, die die Features von Bacula schätzen. Für neuen Schwung hat die Gründung der Schweizer Firma Bacula Systems SA gesorgt. Die Entwickler um Kern Sibbald bieten auf diesem Weg auch professionellen Support für das vollständig unter der GPL stehende Softwareprojekt an, im April soll die erste Version einer Enterprise-Variante von Bacula erscheinen. Alle Angaben in der Tabelle beziehen sich auf diese ebenfalls vollständig der GPL unterliegende Enterprise-Version.

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