Backupzentrale: Symantec Veritas Netbackup
Unternehmen, die sich Netbackup leisten können, sind überdurchschnittlich groß und haben hohe Ansprüche an Ausstattung und Management. Dabei kann sich die Linux-Fraktion durchaus stiefmütterlich behandelt fühlen. Wer kein Enterprise-Betriebssystem einsetzt, darf als Client nur Debian, Centos und Ubuntu verwenden. Den Server gibt\'s nur für RHEL oder SLES, Windows und die großen Unixe. Die Kunden erhalten aber eine komplett integrierte, ausgereifte und vollständige Backup-Infrastruktur, in der Client-Agenten über APIs die Daten mit dem Server austauschen.
Seit Version 6.5 fasst die Managementsoftware dabei alle Wiederherstellungsvorgänge auf einer Konsole übersichtlich zusammen. Netbackup unterstützt alle denkbaren Speichermedien und -orte (außer lokalen Medien wie DVD oder Blueray), bietet Datendeduplizierung und eliminiert das Problem Backupfenster mit der eingebauten kontinuierlichen Datensicherung.
Detailliertes Backup und Restore für VMware, Sharepoint und Exchange gehören ebenso zum Lieferumfang wie die eingebaute Snapshot-Verwaltung, die laut Hersteller das Kernsystem in 15 Minuten auf jeder Plattform wiederherstellt. Der Admin profitiert in Netbackup 6.5 von Richtlinien, granularer Verwaltung und Automatisierungsmöglichkeiten.
Groupware und Daten: SEP
Vor nicht allzu langer Zeit legte der bayerische Backup-Hersteller SEP den Quellcode seines Clients offen. Zwar kann der nur mit dem Sesam-Server zusammenarbeiten, er bietet aber viele Funktionen. Seit Jahren ist der Sesam-Client in vielen Distributionen enthalten. Aktuell befragt SEP seine Händler, wie sie zu einer OSS-Freigabe des Servers stehen.
Die wichtigsten Erweiterungen der letzten Jahre im Sesam-Server sind die Plugins für virtualisierte IT-Infrastrukturen. So unterstützt das Tool jetzt VMwares ESX und VCB-Proxy-Funktionen und Xen. Red Hats KVM ist in Vorbereitung. Die neue Sesam Bare System Recovery stellt Windows-Systeme wieder her, während die Anpassung an unterschiedliche Hardware mit den Dissimilar Hardware Features fast automatisierbare Disaster-Recovery- und Restore-Prozesse ermöglicht.
Novell-Anwender dürfte die Servermigration von Netware 6.0-6.5 auf die neue Open-Enterprise-Server-Technologie freuen, die alle systemrelevanten Daten von Netware übernimmt. Hinzu kommen umfangreiche Module für Datenbanken und Groupware-Server und ausführliche Statistiken sowie eine GUI-basierte Administration (Abbildung 5). Gemessen an der Leistung schneidet SEP im Vergleich der proprietären Produkte am günstigsten ab. Einsteiger bekommen für wenige Hundert Euro ein System für ausgedehnte Netzwerke. Sollte SEP auch den Server freigeben, müssen sich einige Konkurrenten warm anziehen.
Abbildung 4: Bakbones Admin-GUI ist in Java programmiert und gestattet damit die Administration von fast jedem OS aus.
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