Maßvolles Miteinander
Dies gilt besonders im professionellen Umfeld, wie Stephan Austermühle, Unix-Berater aus Kreuztal, betont: "Ich verwende sowohl in meinem Unternehmen als auch bei meinen Kunden die Software, mit der ich ein Problem am besten lösen kann. Auf eine stupide Ablehnung von quelloffenen oder kommerziellen Programmen treffe ich kaum noch. Häufig kommt zur Lösung einer bestimmten Aufgabe Software beider Gattungen zum Einsatz. Das Betriebssystem spielt dabei nur noch eine Nebenrolle - heute sind viele Anwendungen heterogen."
Privat hingegen gewinnt die Lizenzfrage an Bedeutung: "Ich kann mit kleinen Unannehmlichkeiten leben oder sie selber fixen, wenn die Software frei ist", meint Thomas Koch, Web-Dienstleister aus Kreuzlingen in der Schweiz. Dazu ergänzt Christoph Jeschke, Softwareentwickler für die Messe München: "Software soll schnell und ohne Fehler sein. Eine freie Lizenz ist dabei ein Goodie, ermöglicht sie doch meist, dass man selbst oder andere an der Fehlerbeseitigung arbeiten können."
Zufrieden und bekannt
Ein anderer nach technischen Maßstäben schwer messbarer Faktor ist die Zufriedenheit von Benutzern. Hier zeigte eine Studie des Systemhauses Wilken und dem Heise-Verlag, dass Anwender freier Software glücklicher mit ihren Systemen sind als solche, die proprietäre Produkte einsetzen (siehe Abbildung 1).
Abbildung 1: Anwender sind mehrheitlich mit Open Source zufriedener als Benutzer proprietärer Lösungen. (Bild: © Quelle: Wilken/Heise Open)
Noch ein Aspekt ist der Gewöhnungseffekt, der sich einstellt, wenn Nutzer lange mit einer Software arbeiten. Häufig ist das Windows. Felix Pfefferkorn, technischer Ausbildungsleiter eines Internet-Dienstleisters bei Karlsruhe, hingegen erlebt dies andersherum: "Ich benutze Linux, weil ich es gewohnt bin. Mit Open Office beispielsweise bekomme ich in meinem Arbeitsumfeld mehr Dokumenttypen auf."
Die befragten Anwender gaben sich durchaus abwägend und pragmatisch, dazu fokussiert und unternehmerisch denkend - Softskills aus dem Buche.
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