Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 03/2009
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Änderungen verwalten

Alle am OTRS-Quellcode vorgenommenen Änderungen muss der Admin so verwalten, dass er sie bei Releasewechseln einfach nachziehen kann. Die neue Release wird beim Einspielen der OTRS-Quellen zunächst alle eigenen Änderungen überschreiben. Das Nachziehen in die neuen Quellen lässt sich recht einfach mit Tools zum Textvergleich (»diff«) bewerkstelligen, die sowieso Bestandteil jeder Versionsverwaltung sind. Das Rechenzentrum setzt Subversion [8] ein und hat alle eigenen Änderungen an und Skripte für OTRS dieser Versionsverwaltung übertragen.

Subversion als das Mittel der Wahl

Nach jedem Releasewechsel ermittelt das integrierte Diff die Unterschiede zwischen der neuen Basisversion und den alten, angepassten Quellen im Repository. Dass viele gängige grafische Entwicklungswerkzeuge Subversion unterstützen, nimmt der Migration einen Großteil ihrer Komplexität. Die oben angesprochenen Tags erleichtern die Arbeit zusätzlich. Abbildung 6 zeigt als Beispiel Eclipse mit integriertem Subclipse-Modul [9], das gerade die Änderungen im OTRS-Modul »AgentTicketOwner« ermittelt. Zumeist reicht ein Mausklick, um sie zu übernehmen.

Generell ist sehr zu empfehlen, die einzelnen Revisionen der Modifikationen in der Versionsverwaltung analog zu den OTRS-Revisionen mitzuführen. So bleiben alle Änderungen revisionssicher aufbewahrt und alle OTRS-Versionsstände bei Test- und Produktionssystemen parallel einsetzbar. Abbildung 7 zeigt eine sich daraus ergebene Repository-Struktur, die der Ordnerstruktur von OTRS folgt.

Abbildung 6: Die Eclipse-Erweiterung Subclipse vergleicht in der IDE die alte, modifizierte Version mit dem neuen OTRS-Quellcode.

Abbildung 7: Repository-Struktur in Subversion, die alle Anpassungen und alle OTRS-Releases an der Bundeswehr-Uni verwaltet.

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