Open Source im professionellen Einsatz

Slippy, die Karte

Den in C++ programmierten Open-Source-Kartenrenderer Mapnik haben Programmierer unabhängig von OSM entwickelt, er dient heute primär zum Rendern der Online-Kartendarstellung, der so genannten Slippy Map (flinke Karte). Die schnellen, von Google Maps bekannten Ajax-basierten Kartenclients fürs Web haben sich dank der intuitiven Bedienbarkeit durchgesetzt [13]. Die flinke Karte als das übliche Interface von Openstreetmap basiert auf Openlayers [14] und kann zwar verschiedene Renderer verwenden, Mapnik ist jedoch der Default.

Die Rohdaten stehen frei zur Verfügung, deshalb lassen sich auch individuelle Applikationen, zum Beispiel gemäß dem Web Map Standard (OGC WMS), aufsetzen. Allerdings ist dafür eventuell erheblicher Aufwand für die Aufbereitung der Daten einzuplanen, da die komplette Semantik, zum Beispiel die thematische Gliederung, in den Tags über erweiterte oder optionale Attribute kodiert ist (siehe Abbildung 7).

Abbildung 7: Erweiterte Attribute des Objekts »Autobahn« im JOSM-Editor.

Abbildung 7: Erweiterte Attribute des Objekts »Autobahn« im JOSM-Editor.

Schnittstellen

Dennoch bieten die freien Standards und Daten umfangreiche Möglichkeiten: Openrouteservice nutzt beispielsweise Openstreetmap-Daten und betreibt selbst einen eigenen Webmapping-Service, unter anderem mit OSM-Daten mehrerer Staaten, indem er Styled-Layer-Deskriptoren (OGC SLD) zur Konfiguration der verschiedenen Maßstäbe und Layer verwendet.

Der Zugriff auf die ungerenderten Rohdaten des OSM-Projekts erfolgt entweder über das OSM-API oder Datendumps. Clients geben einen geografischen Bereich an, den der Server laden soll. So lassen sich maximal 50000 Nodes oder (in Deutschland) eine Fläche von etwa 50 mal 50 Kilometer abfragen. Wem das nicht reicht, der greift über das zweite API namens Osmxapi [15] ohne jede Beschränkung zu oder zieht sich eines der allwöchentlichen Planet Files [16].

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 6 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

Als digitales Abo

Als PDF im Abo bestellen

comments powered by Disqus

Ausgabe 07/2013

Preis € 6,40

Insecurity Bulletin

Insecurity Bulletin

Im Insecurity Bulletin widmet sich Mark Vogelsberger aktuellen Sicherheitslücken sowie Hintergründen und Security-Grundlagen. mehr...

Linux-Magazin auf Facebook