Open Source im professionellen Einsatz

Öffnen und integrieren

Jedes dieser Programme bildet in der Regel ein in sich geschlossenes System, das alle benötigten Funktionen wie Benutzeroberfläche, Business-Logik und Datenhaltung selbst implementiert. Abhängig von der Art der Software variiert der Umfang der integrierten geschäftlichen Abläufe und (Teil-)Prozesse, bei ERP- oder CRM-Systemen ist er erfahrungsgemäß größer, bei individuellen Fachanwendungen eher kleiner. Zudem sind die Programme historisch gewachsen und basieren auf heterogenen Technologien und Plattformen. Dies erschwert es, Daten über offene Standards auszutauschen.

Schnittstellen für Monolithen

Dass derart monolithische, heterogene Landschaften so verbreitet sind, ist ein Produkt der organisatorischen Praxis: In den meisten Fällen organisieren die einzelnen Bereiche oder Abteilungen ihre IT eigenverantwortlich. Zwangsläufig decken die Anwendungen dann die Bedürfnisse der für sie verantwortlichen Organisationseinheiten sehr gut ab, während sie übergreifende Prozesse und Anforderungen stiefmütterlich behandeln. Interoperabilität ist in diesen Szenarien eher zweitrangig entwickelt. Die Geschäftsprozesse in Unternehmen jedoch laufen fast immer orthogonal zur Aufbauorganisation ab, sie sind einheiten- und damit auch systemübergreifend.

Wenn mit der Zeit der Wunsch nach Integration der Softwarekomponenten wächst, bauen die Entwickler in der Regel Schnittstellen als Punkt-zu-Punkt-Verbindungen zwischen einzelnen Programmen ein. Damit aber gerät die IT-Landschaft immer komplexer und mit jedem neuen System steigen die Kosten exponentiell.

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