Open Source im professionellen Einsatz

Wenn Microkernels so zuverlässig sind, warum benutzen nicht alle welche?

Im Grunde tut es ja jeder, die meisten sogar mehrere. Ein Handy zum Beispiel ist ein kleiner, aber sonst voll funktionsfähiger Computer, auf dem mit einiger Wahrscheinlichkeit L4 oder Symbian, ein weiterer Microkernel, läuft. Auch in Cisco-Hochleistungs-Routern arbeitet ein Microkernel. Beim Militär und in der Raumfahrt, wo Verlässlichkeit höchste Priorität genießt, ist Green Hills „Integrity“ weit verbreitet. Pike OS und QNX sind in Industrie- und Embedded-Rechnern häufig eingesetzte Microkernel. Mit anderen Worten: Wenn es wirklich darauf ankommt, dass ein System stets einsatzbereit ist, kommen tendenziell kleine Kernel zum Einsatz. (Mehr zum Thema unter [http://www.cs.vu.nl/~ast/reliable-os/].)

Alles in allem glauben wir, dass sich Normalanwender in erste Linie ein System wünschen, das zu jeder Zeit perfekt funktioniert. Die Einschätzung basiert auf vielen Gesprächen mit technisch weniger versierten Benutzern. Die zeigten wenig Verständnis für unzuverlässigen Systeme. Sie haben zurzeit bloß keine andere Wahl, als sich damit abzufinden. Ich meine, dass Microkernel-Systeme der Ausweg sind. (jk/pkr)

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Ausgabe 07/2013

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