Open Source im professionellen Einsatz

Grundausstattung

Das Paket »fai-server« ist Ausgangspunkt der Installation für den Server. Seine Abhängigkeitsliste beinhaltet bereits Pakete für NFS, DHCP und TFTP-Server. FAI benötigt alle diese Dienste, der Admin muss sie also noch konfigurieren. Erwähnenswert ist der Befehl »fai-setup« für die zentrale Konfiguration des Servers. Der Befehl »make-fai-bootfloppy« erzeugt Bootmedien wie zum Beispiel CD-ROMs oder Floppys für Hardware ohne PXE-Boot. Das Paket »fai-client« liefert die Programme, die der Client während der Installation ausführt.

Die Programme »setup_harddisks« und »setup-storage« partitionieren die Festplatte. Zudem befinden sich in diesem Paket die Befehle »fcopy« und »ftar«, die abhängig von einer Paketklasse Dateien auf den Client kopieren. Die Dokumentation von FAI mit Konfigurationsbeispielen ist der Inhalt des Pakets »fai-doc«. Nach Einspielen des Pakets sind die entsprechenden Dateien im Verzeichnis »/usr/share/doc/fai-doc« zu finden.

Das Paket »fai-nfsroot« ist nicht für die Installation auf einem normalen Rechner gedacht. Stattdessen lädt die FAI-Setup-Prozedur dieses Paket während der Konfiguration des Servers vom Mirror herunter und integriert dessen Inhalt in das Verzeichnis »/srv/fai/nfsroot«. Die Clients binden das Verzeichnis via NFS als Wurzelverzeichnis ein.

FAI-Server startklar

Das Paket »fai-quickstart« vereinfacht die Installation von FAI, indem es alle obigen Pakete installiert und die Beispielkonfigurationen an die richtige Stelle kopiert. Es installiert alle notwendigen Pakete und legt im Verzeichnis »/etc/fai« Konfigurationsvorlagen an. Die Parameter in der Datei »fai.conf« legen die zentralen Einstellungen des FAI-Servers fest. Der Admin braucht diese Werte aber nur zu ändern, wenn er einen Debian-Mirror über NFS einbindet.

Der Systemverwalter gibt in »make-fai-nfsroot.conf« vor, wie FAI das NFS-Root konfiguriert. Falls der FAI-Server keinen DNS-Eintrag hat, kommentiert er in der Datei die Zeile mit dem Eintrag »NFSROOT_ETC_HOSTS« aus. Die Datei enthält schon eine Vorgabe der IP-Adresse und Namen, die der Admin auf die lokalen Gegebenheiten anpasst. Darüber hinaus trägt er den Mirror ein, von dem das Skript die Pakete lädt, um daraus das NFS-Root zu erzeugen.

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