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32 | WLAN
Treiberentwickler für Broadcom-, Atheros- und Ralink-Chips berichten.
36 | Kasten: Grafiktabletts
Quelloffene Treiber und Diagnose-Tools von und für Wacom.
38 | Webcams und DVB-Empfänger
Die Schnittstellen DVB und V4L2 sorgen für bewegte Bilder.
40 | Audio-Karten und -Chips
Alsa gehört bei Linux zum guten Ton.
41 | Kasten: I-SCSI unter Linux
SCSI-Maintainer im Interview.
42 | Scanner
Abgetastet: Sane-Backend-Maintainer und Magazin-Autor René Rebe.
44 | Profidrucker und All-in-One-Geräte
HP genießt bei Open Printing guten Ruf.
45 | Kasten: Kartenleser
Eine Anleitung zur Inbetriebnahme.
48 | Kommentar: Kernelmodule
Offen vs. binär.
50 | Snapshot: Neues von Greg
Greg Kroah-Hartman über die aktuelle Lage in seinem Linux-Treiber-Projekt.
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Die folgenden Artikelteile gehorchen einem immer gleichen Schema, da sie auf den Antworten eines Fragenkatalogs aufbauen: Schätze bitte, wie viel Prozent der gängigen Hardware deines Bereichs unterstützt Linux derzeit so gut, dass man sie produktiv einsetzen kann? Welche Hersteller verhalten sich gegenüber der Community kooperativ? Welche sind die größten Sorgenkinder? Welche Geräte oder Chipsätze kommen bald hinzu? Wie beurteilst du die Zusammenarbeit mit den Kernel-Hauptentwicklern? Gibt es in deinem Bereich proprietäre Treiber? Hemmt das deine Arbeit? Welches Gerät würdest du aus funktioneller Sicht kaufen?
Diese Standardfragen hat die Redaktion an echte Insider des jeweiligen Bereichs gestellt. Herausgekommen sind die folgenden Seiten, aufgelockert durch Kästen zu Spezialthemen und abgerundet durch einen Kommentar zu Binärtreibern und den Gastbeitrag eines Linux-A-Prominenten: Greg Kroah-Hartman.
Verschleppungstaktik
Natürlich hat die Redaktion auch versucht beim leidigen Thema Grafikchips kompetente und belastbare Aussagen zu bekommen. Ein bisschen Recherche machte schnell klar, dass die entscheidenden Leute bei ATI/AMD, Nvidia und Intel angestellt sind. Ab da begannen die Probleme, denn die Entwickler haben in Sache Presse alle Maulkörbe verpasst bekommen.
Wer den offiziellen Weg über die Presseabteilung geht, muss entweder viele, viele Wochen Zeit mitbringen (bei Intel und ATI) oder sich durch freundliche PR-Menschen mit Allgemeinplätzen abspeisen lassen: Nvidia-Karten funktionierten einwandfrei durch den hauseigenen Linux-Treiber. Auf Nvidias Open-Source-Politik angesprochen, kommt der Verweis auf den "quelloffenen 2D-»nv«-Treiber, den Nvidia-Entwickler warten und verbessern". Dieser Satz stand bereits in einem Interview vor genau einem Jahr mit dem Nvidia-Unix-Chef Andy Ritger auf einer tschechischen Linux-Seite [1].
Solche Verschleppungstaktik ist nicht nur ärgerlich, sondern auch unnötig, weil die Firmen durchaus Erfolge vorweisen könnten - wenn sie\'s denn täten: Intel mit dem Wimax-Projekt [2], bei dem der Chiphersteller Dokumentation und einen Treiberstack fertig hat. Aber auch ATI, die im Frühling vorigen Jahres andeutete die Zusammenarbeit mit der Linux-Community zu verbessern und offene Treiber zu veröffentlichen [3]. Seit Herbst kommen scheibchenweise Offenlegungen. Seit Mitte Juni sind die 3D-Befehle des R600-Chipsatzes frei zugänglich [4].
"Tut Gutes und redet darüber", möchte man den Firmen zurufen und ergänzen, "offen, ausführlich und selbst dann, wenn ihr gefragt werdet."