Die Präsentation wartet bestens vorbereitet auf dem Notebook, doch der Beamer zeigt nur einen schwarzen Hintergrund. Auch wer in einer solchen Situation kühlen Kopf bewahrt und beim Dual-Head-Setup in der X-Server-Konfigurationsdatei eine Auflösung und Refresh-Rate einstellt, mit der der Beamer funktioniert, muss vor einem wartenden Publikum etliche Varianten durchprobieren: Mit welchen Frequenz-Auflösungs-Kombinationen der Beamer zurechtkommt, steht allenfalls im bei Livesituationen selten verfügbaren Handbuch.
Sicherer ist es daher, wenn die Präsentation wahlweise auf einem Notebook des Veranstalters läuft. Wer sie im PDF-Format erstellt hat, den schreckt es nicht einmal, wenn es sich dabei um einen Windows-Rechner handelt. Das Präsentationsprogramm der Open-Office-Suite, Impress, exportiert seine Präsentationen auch in das plattformübergreifend funktionierende PDF-Format.
Latex erzeugt mit der Beamer-Klasse seit Langem für Präsentationen optimierte PDFs. Aber auch das Layoutprogramm Scribus schreibt hochwertige PDFs, die Folienübergangseffekte und sogar Javascript-Code enthalten dürfen.
Präsentabel
Eine gute Präsentation fasst optisch prägnant die wichtigsten Informationen eines Vortrags in Text und Bild zusammen. Beim Text handelt es sich oft um Gliederungspunkte. Wer als Entwickler eine Software vorstellt, wird gelegentlich Quelltext einblenden wollen. Geht es in der Präsentation um Finanzdaten, sind Tabellen und Diagramme gefragt. Wichtig ist aber auch, dass sich bestehendes Text- und Bildmaterial, zum Beispiel Teile aus dem Vortragsmanuskript, schnell in eine Präsentation umwandeln lassen.
Impress
In einer Hinsicht ist Impress [1], die Präsentationssoftware aus Open Office, unschlagbar: Sie arbeitet eng mit den anderen Anwendungen der Office-Suite zusammen. Die Palette reicht von der leistungsfähigsten unter Linux verfügbaren Textverarbeitung über eine Tabellenkalkulation bis hin zu einer Datenbanksoftware mit grafischer Oberfläche. Über die OLE-Funktion (Objekt Linking and Embedding) lassen sich alle mit anderen Open-Office-Anwendungen erzeugen Objekte einbinden und direkt im Impress-Fenster wie in der Ausgangsanwendung bearbeiten (Abbildung 1).
Abbildung 1: Das ganze Office im Hintergrund: Diagramme mit Spreadsheets oder einer Datenbank als Wertelieferant lassen sich in Open Office Impress einbinden. Dank Object Linking and Embedding bleiben die Diagramme während des ganzen Workflow ohne Wechsel der Anwendung bearbeitbar.
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