|
46 | Vorschau: Firefox 3
Firefox 3 Prebeta 4 macht mit Geschwindigkeit und Standardkonformität einen guten Eindruck.
48 | Bitparade: HDR-Tools
Wie aus Belichtungsreihen HDR-Bilder werden und was die dafür unter Linux verfügbaren Werkzeuge taugen.
54 | Projekteküche
Der Zwist des Apache-Pioniers Roy Fielding mit Sun, Gnomes
Accessibility-Programm sowie Tools, die Text und Wavesamples synchronisieren.
58 | Tooltipps
Eine leistungsfähige Rescue-CD, eine Batchjobs-Verwaltung, ein Microsoft-Cab-Extraktor und weitere nützliche Admin-Tools.
|
Mit Version 4 wagt der KDE-Desktop einen großen Sprung: Die Entwickler portieren den Desktop nicht nur auf die im Leistungsumfang stark angewachsene QT-Version 4. Sie erneuern auch die KDE-Frameworks für die Audio-Ausgabe, Rechtschreibprüfung und viele weitere grundlegende Architekturelemente.
Gemach, gemach!
Ganz anders bei Gnome: "Im Moment gibt es keine Pläne für eine Version 3.0 von Gnome" [1]. Weiter stellen die Entwickler fest: "Ein grundlegendes Rewrite würde weder den Nutzern noch Entwicklern Vorteile bringen." Ein solches sei auch "nicht nötig, um unsere Ziele zu verwirklichen".
Wer die am 12.03.2008 veröffentlichte Gnome-Version 2.22 startet (siehe Abbildung 1), muss dann auch genau hinsehen, um überhaupt Neuerungen im Vergleich zu entdecken. Die Release Notes [2] nennen folgende Highlights: Die neue Anwendung Cheese dient als verbesserter Bild- und Multimedia-Viewer. Der Gnome-Mediaplayer unterstützt nun DVB und bietet mehr Komfort bei der DVD-Wiedergabe. Evolution bindet jetzt auch Google-Kalender ein. Das Datums-Applet enthält eine Weltzeituhr.
Abbildung 1: Erster Eindruck – wie gehabt: Gnome 2.22 setzt anders als KDE, das mit Version 4 die Desktopmetapher neu interpretiert, auf Kontinuität und kosmetische Veränderungen.
Basis-Technologie
Zwei auffällige Neuerungen an der Gnome-Architektur gibt es: Öffnen- und Speichern-Dialoge basieren nun auf dem neuen virtuellen Dateisystem GVFS. Wie sein Vorgänger Gnome-VFS bindet es Netzwerk-Locations über FTP, SSH, Samba und Obex ein, soll aber stabiler arbeiten. Eine Benutzerauthentifizierung ist außerdem nur noch einmal pro Session nötig. Neu ist auch die Einbindung des Sicherheitssystems Policykit [3], das es Administratoren ermöglicht, Benutzerrechte detaillierter zu vergeben, als das Unix-Rechtemodell es erlaubt.