Open Source im professionellen Einsatz

Werkzeuge im Kurztest

Tooltipps

Loook 0.6.5


Suche in Open-Office-SWX-Dokumenten

Quelle: [http://www.danielnaber.de/loook]

Lizenz: GPL 2

Alternativen: Recoll, Oosearch

Bis Version 1.5 legte Open Office wie viele andere Anwendungen Texte als binäre Dateien ab. Dem Benutzer blieb nichts anderes übrig, als alle in Frage kommenden Dokumente zu öffnen, um sie nach Schlagworten zu durchsuchen. Wer noch Office-Dokumente im alten SWX-Format besitzt, kommt mit Loook viel schneller zum Ziel. Das Python-Skript bietet eine übersichtliche TK-Oberfläche und benötigt keine Konfiguration. Der Anwender gibt lediglich die Suchbegriffe und das Verzeichnis ein, in dem Loook suchen soll.

Bei der Suche berücksichtigt das Skript sowohl Writer- als auch Calc- und Impress-Dokumente. Klickt der Benutzer ein Dokument der Liste an, öffnet Loook es in Open Office. Für zukünftige Versionen ist auch eine Abiword- und KOffice-Unterstützung geplant. Die Möglichkeiten, Suchbegriffe zu verknüpfen, sind relativ eingeschränkt. Loook unterstützt nur Und- und Oder-Verknüpfungen und unterscheidet nicht zwischen Groß- oder Kleinschreibung. Suchbegriffe lassen sich nicht negieren.

**--- Loook beschleunigt die Suche in Open-Office-Dokumenten im SWX-Format. Wer nicht sowieso schon sein ganzes Homeverzeichnis mit Beagle oder anderen Desktopsuchmaschinen indiziert, spart dadurch Zeit.

Urlgfe 1.0.21.0.2


Download-Manager

Quelle: [http://urlget.sourceforge.net]

Lizenz: GPL 2.1

Alternativen: Wget

Viele erfahrene Linux-Anwender schwören bei der Wahl eines Download-Managers auf das leistungsstarke Wget. Eine grafische Alternative bietet Urlgfe. Das Programm besitzt eine übersichtliche, GTK-basierte Oberfläche und setzt für die Kommunikation mit dem Server auf die bewährten Curl-Bibliotheken.

Die Software organisiert die Downloads nach Kategorien. Für jede Kategorie kann der Anwender Benutzername und Passwort für die Authentifizierung, das Verzeichnis zum Speichern der Downloads sowie die maximale Anzahl der Verbindungsversuche festlegen. Downloads der verschieden Kategorien dürfen zur gleichen Zeit laufen.

Wer trotz allem lieber auf Wget vertraut, kann mit Hilfe von Urlgfe auch Download-Listen für das Kommandozeilenprogramm erzeugen. Die Software liest Download-URLs auch aus HTML-Dateien ein, was beim Herunterladen von langen Dateilisten auf einer Internetseite viele Klicks erspart.

****- Wer nicht durch die Netzwerkbandbreite bei einer Remote-Verbindung auf die Kommandozeile beschränkt ist, findet in Urlgfe einen Wget-Ersatz, der zwar nicht den ganzen Funktionsumfang des Kommandozeilen-Klassikers unterstützt, dafür aber mit einer intuitiven Bedienung glänzt.

Xxdiff 3.2


Programm zum zeilenweisen Vergleichen von Dateien

Quelle: [http://furius.ca/xxdiff/]

Lizenz: GPL 2

Alternativen: Meld, Tkdiff

Wenn es um den Vergleich zweier Textdateien geht, gilt seit Langem das Gnu-Programm Diff als Maß aller Dinge. Das Ausgabeformat, mit dem Diff die Unterschiede zwischen den Datein hervorhebt, ist aber gewöhnungsbedürftig und nicht gerade übersichtlich. Abhilfe schafft das grafische Programm Xxdiff. Die Software nutzt für die Programmoberfläche QT 3 und ist Bestandteil aller gängigen Linux-Distributionen.

Xxdiff vergleicht bis zu drei Dateien miteinander. Es greift dabei auf Gnu Diff oder andere Tools zurück, die die Vergleichsergebnisse in Unified-Diff-Notation zurückgeben. Xxdiff kennzeichnet diese - anders als Kommandozeilen-Tools - aber durch farbige Hinterlegungen im Viewer-Fenster. Markierungen an der Bildlaufleiste erleichtern es zudem, die veränderten Stellen zu finden.

Xxdiff lässt sich in vielerlei Hinsicht an die Wünsche des Anwenders anpassen. Neben Schriftart und Farbe bei der Anzeige ist auch der Dateivergleich selbst konfigurierbar: Der Benutzer kann festlegen, ob Xxdiff zwischen Groß- und Kleinschreibung unterschiedet oder Leerzeichen beim Vergleich ignoriert.

***-- Wer sich mit der Kommandozeilen-Ausgabe von Gnu Diff nicht anfreunden kann, sollte zu einem grafischen Werkzeug wie Xxdiff greifen.

Emailrelay 1,7


SMTP-Relay-Programm

Quelle: [http://emailrelay.sourceforge.net]

Lizenz: GPL 3

Alternativen: Esmtp

Um den Mailverkehr kleinerer Netzwerke ins Internet zu kontrollieren oder zu kanalisieren, ist kein vollwertiger Mailserver nötig. Ein Mailrelay-Programm wie Emailrelay erfüllt den gleichen Zweck, erspart aber den mit einem Mailserver verbundenen Konfigurations- und Wartungsaufwand.

Emailrelay kann als einfacher SMTP- oder POP-Proxy fungieren, aber auch die Rolle eines SMTP-Storage-Servers übernehmen, der seine Daten erst nach Aufforderung weitersendet. Emailrelay spielt so auch mit Mail User Agents wie Mutt oder Mail zusammen, die keine eigene SMTP-Engine besitzen und deshalb einen SMTP-Server benötigen. Für die Konfiguration bietet die Software eine zentrale Konfigurationsdatei im »/etc«-Verzeichnis, aber auch zahlreiche Kommandozeilenparameter.

Um Emailrelay als rudimentären SMTP-Proxy zu nutzen, reicht es aus, das Programm mit dem Parameter »--as-proxy« und der Adresse des entfernten Mailservers samt TCP-Port als Argument zu starten. Bei Bedarf kann der Anwender zusätzlich einen externen Mailfilter definieren. Die Konfiguration eines SMTP-Storage-Servers ist beinahe genauso einfach. Konfigurationsbeispiele und Anleitungen sind auf der Webseite von Emailrelay zu finden.

****- Emailrelay ist eine clevere Lösung, um den Mailverkehr im lokalen Netz zu bündeln und zu steuern: Die Software erspart dem Administrator dabei den Konfigurationsaufwand, der beim Einrichten von Mailservern wie etwa Postfix anfällt.

Jripper 2007.01


CD-Ripper

Quelle: [http://dronten.googlepages.com/jripper]

Lizenz: GPL 2

Alternativen: Grip, Gnormalize

Seit dem Siegeszug des I-Pod gibt es kaum noch jemanden, der seine Musiksammlung nicht ins MP3-Format umwandeln müsste. Einfach und schnell geht dies mit Jripper. Das Java-Programm, das mindestens Java in Version 1.5 benötigt, stellt eine übersichtliche grafische Oberfläche für Tools wie Lame, Faac oder Oggenc zur Verfügung. Mit ihrer Hilfe wandelt Jripper den Inhalt von Audio-CDs in AAC-, Ogg-Vorbis- oder MP3-Dateien um.

Die Kommandozeilen-Parameter für den Aufruf der Backend-Programme kann der Benutzer im Konfigurationsdialog anpassen. Welche Optionen der jeweilige Codec unterstützt, muss er jedoch selber in den Manpages dieser Tools herausfinden, die grafische Oberfläche unterstützt ihn dabei nicht.

Dafür holt Jripper via HTTP die Songtitel und andere Informationen wie Interpreten oder Albumnamen aus der Internet-Musikdatenbank Freedb.org. Beim Kodieren erhalten die Musikdateien automatisch die richtigen ID3-Tags und sinnvolle Dateinamen.

Zum Auslesen einer CD greift Jripper auf das externe Programm Cdda2wav zurück. Der Aufruf samt Parametern ist fest in Jripper einkodiert. Ein Ausweichen auf einen alternativen Ripper wie Cdparanoia ist daher nicht möglich. Der Windows-Installer enthält die Datei »cdda2wav.exe«.

***-- Wer einen plattformunabhängigen Ripper wünscht, findet in Jripper eine einfach zu bedienende Software, die nur wenige Wünsche offen lässt. Da die Backends die eigentliche Arbeit erledigen, steht das Java-Programm einer C- oder C++-Software in der Performance beim Umwandeln um nichts nach.

Gurlchecker 0.10.0


HTML-Links automatisch prüfen

Quelle: [http://gurlchecker.labs.

libre-enterprise.org/]

Lizenz: GPL 2

Alternativen: Linkchecker

Jeder, der eine größere Webseite pflegt, kennt das Problem: Nach einiger Zeit führen Links ins Leere. Gurlchecker, ein Tool mit intuitiver GTK-Oberfläche, nimmt dem Administrator die lästige Aufgabe ab, alle URLs einer Seite per Hand zu überprüfen. Die Software verwaltet die zu prüfenden Sites als so genannte Projekte. Dabei darf es sich sowohl um Sites im Internet, um Lesezeichendateien des Browsers oder um lokale HTML-Dateien handeln.

Welche Links Gurlchecker prüft, legt der Anwender in den Projekteinstellungen fest. Die Optionen reichen vom Ausklammern bestimmter Dateiformate, Verzeichnisse oder Subdomains über Time-outs bis zu den Protokollen, über die Gurlchecker die Dateien abfragt. Auf Wunsch authentifiziert sich die Software mit Benutzername und Passwort und akzeptiert Cookies.

Gurlchecker hebt in der Liste der geprüften Links Fehler grafisch hervor, ein Balkendiagramm am rechten unteren Fensterrand zeigt, wie viele Links ins Leere wiesen oder nach der eingestellten Time-out-Zeit keine Antwort erbrachten. Die Software findet außerdem im Quelltext ungültige Link-Syntax.

****- Wer seinen Seitenbesuchern tote Links ersparen möchte, sollte seine Webpräsenz regelmäßig mit Gurlchecker überprüfen. Speicherbare Testprofile erleichtern dies, da einmal definierte Tests mit einem Mausklick ablaufen. Die übersichtliche grafische Darstellung sorgt dafür, dass der Webmaster keine Fehler übersieht. (U. Vollbracht/pkr)

Diesen Artikel als PDF kaufen

Als digitales Abo

Als PDF im Abo bestellen

comments powered by Disqus

Ausgabe 07/2013

Preis € 6,40

Insecurity Bulletin

Insecurity Bulletin

Im Insecurity Bulletin widmet sich Mark Vogelsberger aktuellen Sicherheitslücken sowie Hintergründen und Security-Grundlagen. mehr...

Linux-Magazin auf Facebook