| Nmbscan |
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SMB-Freigaben aufspüren Quelle: [http://gbarbier.free.fr/prj/dev/#nmbscan] Lizenz: GPLv2 Alternativen: Nbtscan |
Netzwerkfreigaben, die der Administrator nicht kennt oder längst vergessen hat, werden oft genug zum Einfallstor für Eindringlinge. Das Programm Nmbscan geht ihm beim Aufspüren solcher Freigaben zur Hand.
Das Shellskript nutzt als Frontend die Funktionen von Tools wie Nslookup, Nmblookup oder Smbclient. Je nach Programmaufruf scannt Nmbscan das gesamte Netzwerk oder nur bestimmte IP-Bereiche nach Samba-Servern. Das Tool zeigt deren Domain-Zugehörigkeit, den jeweiligen Masterbrowser sowie weitere beteiligte Server an.
Für jeden Rechner ermittelt Nmbscan die IP-Adresse, den qualifizierten Domain-Namen sowie den Netbios-Namen der Maschine. Darüber hinaus erfährt der Administrator noch, welches Betriebssystem und welche Samba-Version auf dem jeweiligen Rechner zum Einsatz kommen. Das sind genügend Informationen, um einen nicht genehmigten Samba-Server physikalisch zu orten und aus dem Verkehr zu ziehen.
***-- Nmbscan kombiniert die Funktionen mehrere anderer Tools. Obwohl es also keine neuen Funktionen bietet, erleichtert es den Arbeitsalltag eines Systemadministrators. Es stellt alle Informationen, die zum Aufspüren unerwünschter Samba-Freigaben führen, in einem Arbeitsschritt zusammen.
| Gtkpsproc |
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Frontend für Psutils Quelle: [http://www.rastersoft.com/gtkpsproc.html] Lizenz: GPLv2 Alternativen: Psutils, Gtkprint |
Zum Bearbeiten von Postscript-Dateien greifen die meisten Anwender auf die Toolsammlung Psutils zurück, die zwar sehr leistungsfähig, aber nicht besonders handlich ist. Wer nur doppelseitig drucken oder mehrere Seiten auf einem Blatt unterbringen will, kommt mit Gtkpsproc bequemer ans Ziel.
Das Programm ist ein Frontend für Psutils, das allerdings nicht dessen ganzen Funktionsumfang abbildet. Seltener verwendete Features wie Skalieren oder Verschmelzen von PS-Dokumenten beherrscht Gtkpsproc nicht. Für die Kernfunktionen wie doppelseitiges Drucken, Umkehr der Druckreihenfolge oder den Druck mehrerer Seiten pro Blatt stellt es jedoch eine intuitive GTK-Oberfläche zur Verfügung. Mit einer Vorschaufunktion, die Evince oder Gv einbindet, kann der Anwender das Ergebnis noch vor dem Druck prüfen und anpassen.
Gtkpsproc entstand als Ersatz für Gtkprint, das weder Buchdruck noch die Emulation von doppelseitigem Druck auf einseitigen Druckern unterstützt.
***-- Gtkpsproc erspart es, sich die Psutils-Kommandozeilenparameter für doppelseitige Druck oder das Drucken in umgekehrter Seitenreihenfolge zu merken. Wer dagegen Funktionen wie etwa »fixfmps« oder »fixwfwps« benötigt, muss sich weiterhin direkt mit den Psutils auseinandersetzen.
| Gt5 |
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Festplattenbelegung Quelle: [http://gt5.sourceforge.net] Lizenz: GPLv2 Alternativen: »du«, Kdirstat, |
Gt5 ist ein Shellskript, das den Funktionsumfang von »du« erweitert. Es bereitet das Ergebnis der Größenberechnung als HTML-Datei auf und öffnet es gleich in einem Browser für die Konsole. Über die Variable »Browser« im Quellcode lässt sich jedoch auch Firefox auswählen. Der Vorteil an der Anzeige im Browser ist, dass der Anwender leicht in die als Links dargestellten Unterverzeichnisse abtauchen kann.
Die wichtigste Erweiterung im Vergleich zu »du« ist aber, dass sich Gt5 die Größe der berechneten Verzeichnisse merkt. Ruft der Anwender es später für dasselbe Verzeichnis erneut auf, zeigt es farbig hervorgehoben die Veränderungen im Vergleich zum letzen Aufruf an.
Gt5 läuft auf so gut wie allen Linux-Systemen. Es setzt lediglich eine Bash-Shell, einen Textbrowser und einige GNU-Tools wie Head, Sed, Awk voraus. Auf Systemen, auf denen »/bin/sh« nicht auf die Bash deutet, kommt es allerdings zu Problemen. Hier muss der Anwender die erste Zeile im Skript von »#!/bin/sh« nach »#!/bin/bash« verändern.
****- Gerade auf Fileservern leistet Gt5 gute Dienste, da es nicht nur den gegenwärtig belegten Plattenplatz misst, sondern auch Tendenzen sichtbar macht. Als Konsolentool lässt es sich problemlos remote nutzen.
| Hddtemp 0.3 beta15 |
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Festplattentemperatur abfragen Quelle: [http://www.guzu.net/linux/hddtemp.php] Lizenz: GPLv2 Alternativen: Safte-Monitor, Smartmontools |
Schon wegen des lärmenden Prozessorlüfters ist den meisten Anwendern klar, dass die CPU eine bestimmte Maximaltemperatur nicht überschreiten darf. Der Temperatur der Festplatten widmen viele jedoch weniger Aufmerksamkeit. Eine dauerhaft erhöhte Temperatur verringert aber die Lebensdauer und vergrößert die Gefahr eines Datenverlusts.
Hddtemp überwacht die Temperatur der Festplatten und bewahrt sie so vor Schäden. Voraussetzung dafür ist, dass die Platte über einen Temperatursensor verfügt. Bei den meisten ab 2004 verkauften Geräten ist dies bereits der Fall. Hddtemp nutzt die SMART-Funktionen der Festplatte. Leider sind sich die Hersteller nicht darin einig, wie das SMART-Attribut für die Plattentemperatur heißen soll. Hddtemp konsultiert zur Auswertung daher eine Hardwareliste. Da die Entwickler diese laufend aktualisieren, muss der Anwender sie vor dem ersten Start von der Website herunterladen.
Dann genügt ein Aufruf von Hddtemp mit dem Devicefile der Festplatte als Parameter, um zu erfahren, wie nahe diese dem Hitzetod ist. Hddtemp unterstützt SCSI- und ATA-Platten. Zur kontinuierlichen Überwachung startet das Programm in einen Daemon-Modus. Der Anwender kann den Temperaturstatus dann über den TCP-Port 7634 abfragen.
***-- Wem seine Daten lieb und teuer sind, der sollte die Festplattentemperatur im Auge behalten. Hddtemp hält dem Anwender dabei den Bezeichnungswirrwar der Plattenhersteller bei den SMART-Attributen vom Leib.
| Fdt 0.8.5 |
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Dateitransfer Quelle: [http://monalisa.cern.ch/Fdt/] Lizenz: proprietär Alternativen: Netcat |
Dateien zwischen Linux-Rechnern austauschen, das geht am leichtesten mit dem im OpenSSH-Paket enthaltenen Tool SCP. Ein SSH-Server läuft auf vielen Distributionen bereits nach einer Standardinstallation oder lässt sich nach dem Installieren ohne weitere Konfiguration starten. Ärgerlich ist, dass SCP nur einzelne Dateien überträgt. Der Datentausch mit Windows-Rechnern ist möglich, setzt aber eine Installation der Windows-Version von SSH voraus.
Fdt (Fast data track) vereinfacht den Austausch in beiden Fällen. Es kennt einen »-r«-Parameter, der ohne Bash-Scripting ganze Verzeichnisbäume überträgt. Als in ein Jar-Archiv verpacktes Java-Programm läuft es auch unter Windows ohne Installation und Konfiguration. Je nach Parameter beim Aufruf startet Fdt als Client oder Server. Der Anwender kann den Zugriff auf bestimmte IP-Adressen beschränken. Für sichere Datenübertragung besitzt Fdt auch einen SCP-Modus, der das Tool in Kombination mit einem SSH-Server startet.
Auf der Client-Seite lehnten die Entwickler die Syntax für den Verbindungsaufbau an die von SCP an, sodass sich Linux-Anwender schnell zurechtfinden. Bei Gigabit-Netzanbindung, deren Übertragungsraten den Durchsatz einer Festplatte übersteigt, überträgt das Programm auch mehrere Streams parallel.
****- Wer einfach und schnell Daten zwischen verschiedenen Betriebssystemen übertragen will, ohne vorher umständliche Serverlösungen zu konfigurieren, für den ist Fdt eine gute Alternative zu SCP oder FTP.
| Snownews 1.5.7 |
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RSS Reader Quelle: [http://kiza.kcore.de/software/snownews/] Lizenz: GPLv2 Alternativen: Newsbeuter, Liferea |
Fast alle Internetseiten, die News anbieten, stellen diese als RSS-Feed zur Verfügung. Es herrscht auch kein Mangel an Browser-Plugins oder Programmen, die Feeds anzeigen. Da es sich bei RSS-Feeds um Textnachrichten handelt, ist aber eine grafische Oberfläche, wie sie Firefox oder die Newsreader der Gnome- und KDE-Umgebung voraussetzen, zum Lesen gar nicht nötig.
Snownews ist ein RSS-Reader für die Kommandozeile, der sich auch bequem über eine SSH-Verbindung nutzen lässt. Wer es auf einem Server installiert und seine bevorzugten Feeds einträgt, findet auf jedem Rechner mit Netzanschluss seine persönliche Newsauswahl. Nach dem Start zeigt das Programm in der Übersicht, wie viele ungelesene Nachrichten der jeweilige Feed enthält. Der Anwender kann jeden Feed einer Kategorie zuweisen, nach denen sich die Feed-Liste filtern lässt.
Wählt der Anwender einen Feed aus, zeigt das Programm die Schlagzeilen aller enthaltenen Nachrichten. Dabei setzt es neue Nachrichten farblich von bereits gelesenen ab. Die Software enthält zum Lesen der News einen eigenen HTTP-Client, öffnet Webseiten auf Wunsch aber auch in einem externen Webbrowser. Um von der grafischen Oberfläche unabhängig zu bleiben, ist dies in der Standardeinstellung Lynx. In der Konfigurationsdatei lässt sich diese Einstellung verändern, sie steckt im ».shnownes«-Ordner des Homeverzeichnisses.
****- Wer über eine SSH-Verbindung News lesen möchte, findet dafür in Snownews ein leistungsfähiges Konsolenprogramm. (Uwe Vollbracht/pkr)
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