Gut angebunden
Im Vergleich mit Abiword fällt die Serienbrieffunktion wesentlich leistungsfähiger aus. Als Datenquellen wertet die KDE-Software die Tabellen aus KSpread, der zur KOffice-Suite gehörigen Tabellenkalkulation, und dem KDE-Adressbuch aus. Sind die Qt-Bindings für die eingesetzte Datenbank vorhanden (Pakete »libqt3-mt-mysql«, »libqt3-mt-postgres« oder entsprechende), bindet KWord auch externe Engines wie MySQL, PostgreSQL oder SQLite ein.
KWord kommt bei Serienbriefen jedoch auch ohne externe Software aus. Wählt der Anwender den Datenquellen-Typ »Interner Speicher«, so legt die Software die Daten direkt im Textdokument ab. Über eine wenig komfortable Eingabemaske (Abbildung 3) definiert der Benutzer Felder und Datensätze. Für kleine Briefserien mit wenigen Feldern reicht das aus. Der Vorteil ist, dass der Anwender keine externe Software starten muss und dass das Kopieren des Textdokuments Formular und Daten in einem Arbeitsschritt überträgt.
Abbildung 3: Statt in einer externen Datenbank speichert KWord die Adressendaten auch direkt im Formulardokument. Die Eingabemaske hierfür ist jedoch nicht komfortabel.
Schlank bleiben
Trotz des ansehnlichen Funktionsumfangs erspart KWord dem Benutzer eine ähnlich sperrige Bedienung wie bei Open Office. Ist die Verknüpfung zur Datenquelle hergestellt, braucht der Benutzer nur noch die Feldbefehle über den Menüpunkt »Einfügen | Variable | Serienbrief« hinzuzufügen (Abbildung 4). Ärgerlich ist jedoch, dass die Software das Feldwahl-Dialogfeld nach jedem Einfügen eines Felds schließt, der Anwender muss sich so mehrmals bis zur dritten Menü-Ebene durcharbeiten. Ist dies geschafft, wird ein gewöhnlicher Ausdruck zum Serienbrief. Die Software wiederholt das Formulardokument entsprechend der Zahl der Datensätze.
Abbildung 4: Hakelige Bedienung: Ist das »Feld einfügen«-Dialogfeld offen, bleibt der Cursor im Hauptdokument gesperrt. Für jedes einzufügende Feld muss der Benutzer den Dialog erneut öffnen.
Auch bei den Textverarbeitungsfunktionen gibt sich KWord weniger spartanisch als Abiword. Die Anwendung enthält zum Beispiel auch einen Formeleditor. Lesezeichen helfen bei der Bearbeitung umfangreicher Dokumente. Wie unter Windows über den OLE-Standard bindet KWord ohne Umweg über externe Dateien auch Inhalte, zum Beispiel Zeichnungen oder Diagramme, aus den anderen KOffice-Anwendung ein.
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