Behörden, Vereine und Firmen stellen für Anträge, Anmeldungen oder Bestellungen immer häufiger Onlineformulare bereit. Das spart sowohl beim Versenden als auch bei der Auswertung Zeit und Mühe. Der Ablauf ausdrucken, frankieren und zur Post bringen gehört der Vergangenheit an und beim Empfänger laufen die Daten direkt in eine Datenbank.
Grafisch perfekt
HTML-Formulare, die übertragene Daten direkt in eine Datenbank spielen, sind schnell programmiert. Doch HTML setzt dem Layout Grenzen. So kennen die Tags für Textfelder zwar Größenangaben, die verschiedenen Browser sind sich jedoch nicht darüber einig, wie groß ein Feld in der Anzeige erscheint. Postleitzahlenfelder beispielsweise, deren grafische Gestaltung eine fünfstellige Eingabe andeutet, sind in Webformularen nicht befriedigend zu realisieren.
Als Standard für Dokumente, deren Anzeige anders als bei HTML unabhängig von Betriebssystem und Bildschirmauflösung stets gleich ausfällt, hat sich PDF etabliert. Adobe spendierte dem Austauschformat schließlich auch interaktive Elemente: PDFs dürfen vom Benutzer ausfüllbare Felder und Befehlsschaltflächen enthalten (siehe Abbildung 1). Der Adobe Reader kann die eingegebenen Daten per HTTP an einen Server weiterleiten.
Abbildung 1: PDF-Formulare bieten weit bessere grafische Gestaltungsmöglichkeiten als HTML-Forms. Der kostenlose Adobe Reader verweigert zwar das Speichern des ausgefüllten Formulars, kann die Daten jedoch über HTTP an einen Server schicken.
Recycling
Existieren bereits gedruckte Formblätter, lassen sich diese über die Printfunktion mit minimalem Aufwand in ein PDF umwandeln. Wer die Printformulare bereits kennt, findet sich schnell in der Onlineversion zurecht. Viele Stadtverwaltungen bieten solche PDF-Versionen der seit Langem benutzten Formulare zum Download an. Die meisten sind jedoch wenig komfortabel. Der Benutzer muss sie nach dem Ausfüllen ausdrucken und per Post weiterschicken. Da der Adobe Reader die Daten übers Internet verschicken kann, ist der Umweg über die Schneckenpost nur dann nötig, wenn die Daten zusammen mit der Unterschrift des Benutzers aus rechtlichen Gründen als Hardcopy vorliegen müssen.
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