Open Source im professionellen Einsatz

Händchen gefragt

Die Mozilla-Stiftung hat in der Vergangenheit ein gutes Gespür für die erfolgreiche Vermarktung von Open-Source-Software bewiesen, ohne dabei die Community einseitig auszunutzen. Deshalb gibt es hier wenig Anlass zur Sorge um eine Eskalation des Thunderbird-Konflikts. Die transparente Kommunikation per Weblog trägt ebenfalls zur Vertrauensbildung bei und zeigt nebenbei anschaulich die Schwierigkeiten im Verhältnis zwischen Open-Source-Community und Firmen.

Viele Unternehmen verhalten sich weit weniger vorbildlich im Umgang mit ihrer Benutzergemeinde. Während einige Firmen Patches und andere Hilfen freiwilliger Entwickler entgegennehmen, ignorieren sie die Wünsche der Nutzer konsequent oder stellen diese immer wieder vor vollendete Tatsachen, statt Zukunftsoptionen öffentlich zu diskutieren. Auf der anderen Seite vergessen viele Benutzer immer wieder, dass freie Software-Entwicklung nur funktioniert, wenn sie ebenfalls ihren Fähigkeiten gemäß aushelfen, statt nur zu fordern.

Gefüllter Blumenkohl

Die perfekte Balance zwischen kommerziellen Interessen und der Community scheint in der Praxis nahezu unmöglich. Wer zum erstenmal etwas von gefülltem Blumenkohl hört, könnte etwas Ähnliches denken. Doch hier zeigt sich beim Kochen schnell, dass es gar nicht so schwierig ist, einen ganzen Blumenkohlkopf mit einer leckeren Hackfleischfüllung aufzuwerten.

Die Zutaten: ein Blumenkohlkopf (etwa 1200g), ein Brötchen, eine mittelgroße Zwiebel, 500g Hackfleisch, ein Ei, 250 Milliliter Sahne, 1/4 Liter Gemüsebrühe, etwas Crème fraîche zum Abschmecken sowie ein Esslöffel Mehl und etwas Butter. Für die richtige Würze sorgen Pfeffer, Salz, Muskatnuss und Cayennepfeffer sowie 100g Käse in Scheiben.

Zubereitung: Den geputzten Blumenkohlkopf fünf Minuten in Salzwasser kochen, dann herausnehmen, abtropfen und etwas abkühlen lassen. Das Brötchen in Wasser einweichen. Währenddessen die Zwiebel schälen, fein hacken und in Butter glasig dünsten. Das Brötchen kräftig ausdrücken und mit den Zwiebeln in eine Schüssel geben. Crème fraîche, Hackfleisch und Ei hinzufügen. Die Mischung mit Pfeffer, Salz und Cayennepfeffer kräftig würzen.

Und jetzt passiert\'s: Den Blumenkohl mit dem Strunk nach oben auf die Arbeitsfläche legen und den Strunk kegelförmig herausschneiden. In diese Öffnung und zwischen alle Röschen die Hackfleischmischung stopfen. Den Kohlkopf mit dem Strunk nach unten vorsichtig in eine gefettete Auflaufform geben.

In einem kleinen Topf die Sahne und die Fleischbrühe erhitzen, einen Esslöffel Butter und Mehl verquirlen und zusammen mit der Brühe unter Rühren aufkochen. Mit Muskat, Salz und Pfeffer würzen. Diese Soße rund um den Kohlkopf in die Auflaufform gießen, ihn mit Käsescheiben belegen und Butterflocken draufstreuen. Im auf 250 Grad vorgeheizten Ofen 25 Minuten braten, dann den Ofen auf 200 Grad herunterschalten und weitere 35 Minuten garen. (pkr)

Infos

[1] Mozilla: [http://www.mozilla.org]

[2] Openoffice.org: [http://www.openoffice.org]

[3] GPL-Violations: [http://gpl-violations.org]

[4] Mitchell Baker über die Zukunft von Thunderbird: [http://weblogs.mozillazine.org/mitchell/archives/2007/07/email_futures.html]

[5] Mitchell Baker, "Thunderbird und die Mozilla-Mission": [http://weblogs.mozillazine.org/mitchell/archives/2007/07/thunderbird_and_the_mozilla_mi.html]

[6] Asa Dotzler, "Firefox und mehr": [http://weblogs.mozillazine.org/asa/archives/2007/07/thunderbirds_no.html]

Diesen Artikel als PDF kaufen

Als digitales Abo

Als PDF im Abo bestellen

comments powered by Disqus

Ausgabe 07/2013

Preis € 6,40

Insecurity Bulletin

Insecurity Bulletin

Im Insecurity Bulletin widmet sich Mark Vogelsberger aktuellen Sicherheitslücken sowie Hintergründen und Security-Grundlagen. mehr...

Linux-Magazin auf Facebook