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Google Desktop |
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| Desktop-Suchmaschine Quelle: [http://desktop.google.com/de/linux] Lizenz: Proprietär, kostenlos Alternativen: Beagle, Clucene |
Wer sucht, benutzt Google - schon seit Jahren beherrscht der kalifornische Gigant den Suchmaschinenmarkt im Internet. Seit etwa zwei Monaten möchte Google auch den Linux-Desktop mit einer Desktop-Suchmaschine à la Beagle erobern. Die im Internet überaus nützliche Google-Cache-Funktion taucht in veränderter Form auch auf dem Desktop auf: Google Desktop hält die Daten in unterschiedlichen Versionen vor. Dies gilt allerdings nur für Textdateien.
Bei der Indizierung unterschiedlicher Dateitypen beschränkt sich Google Desktop ebenfalls, er versteht, anders als der polyglottere Konkurrent Beagle, bislang nur Text-, Open-Office-, Postscript- und PDF-Dokumente. Auch mit Wildcards kann er nichts anfangen. Negative Schlagzeilen brachte Google Desktop die Tatsache ein, dass er nach der Installation Kontakt mit dem Hersteller aufnimmt.
***-- Google Cache auf dem Desktop: Die gesuchte Datei gleich in mehreren Versionen angeboten zu bekommen, ist schon etwas wert. Als reine Suchmaschine leistet jedoch Beagle bessere Dienste. Sie parst mehr Dateiformate und versteht Wildcards und boolesche Verknüpfungen. (Peter Kreußel)
| Speedometer 2.5 |
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| Übertragungsgeschwindigkeit im Netz überwachen Quelle: [http://excess.org/speedometer] Lizenz: LGPL 2.1 Alternativen: Xosview, Ksysguard
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Wie viel Verkehr gibt es auf »eth0«, wie lange dauert das Kopieren des Backup-Archivs auf den Server? Das Python-Programm Speedometer beantwortet diese Fragen. Die Anwendung überprüft Netzwerk-Interfaces oder Dateien in regelmäßigen Intervallen und stellt Datendurchsatz oder Größenzuwachs in einem Diagramm dar. Die Intervalle kann der Anwender frei definieren, standardmäßig schaut Speedometer jede Sekunde nach dem Rechten. Statt einer grafischen Darstellung gibt Speedometer die Durchsatzraten auch als Zahlenwerte aus.
Für bessere Übersicht beschränkt Speedometer auf Wunsch die Überwachung auf eingehende oder ausgehende Daten. Mehrere Werte auch verschiedener Adapter lassen sich zu einem gemeinsamen Graphen zusammenfassen.
Außer Netzwerkadapter überwacht das Programm auch das Wachstum von Dateien. Existiert die zu überwachende Datei noch nicht, gibt Speedometer keine Fehlermeldung aus, sondern wartet, bis ein drittes Programm sie anlegt. So lässt sich die Übertragungsgeschwindigkeit des ATA- oder SCSI-Busses messen.
***-- Speedometer eignet sich gut, um den Datendurchsatz auf Netzwerkkarten oder dem ATA- oder SCSI-Bus zu kontrollieren. (Uwe Vollbracht)
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Command Line Progress Bar |
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| Fortschrittsanzeige für Kommandozeilenprogramme Quelle: [http://clpbar.sourceforge.net] Lizenz: GPL 2.0 Alternativen: Buffer
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Wer die Unterschiede zwischen zwei Dateien herausfinden möchte, findet in Diff ein mächtiges, leider aber wenig intuitives Werkzeug. Wünschenswert wäre eine grafische Anzeige, die Änderungen durch unterschiedliche Hintergrundfarben kenntlich macht und so in puncto Übersicht die Diff-Konsolenausgabe bei weitem übertrifft.
Die grafische Oberfläche Tkdiff nutzt die leistungsfähigen Algorithmen des Unix-Klassikers Diff und bereitet dessen Ausgabe grafisch auf. Es setzt alle veränderten Zeilen farblich ab und hebt zusätzlich die unterschiedlichen Zeichen in der Zeile hervor. Außerdem kann der Anwender von Änderung zu Änderung springen, sodass ihm anders als beim Blättern mit Sicherheit keine relevante Stelle entgeht. Zusätzlich enthält Tkdiff ein Zeilenvergleichsfenster, in dem es die beiden Versionen der aktuellen Zeile untereinander anzeigt.
Tkdiff ist kein reiner Betrachter, sondern führt auch Dateiversionen zusammen. Das Programm präsentiert das Ergebnis vorab in einem separaten Fenster. Der Anwender kann Änderungen akzeptieren oder verwerfen. Für kleinere Konsolidierungen beim Zusammenfügen enthält Tkdiff einen einfachen internen Editor. Reicht dieser nicht aus, legt der Benutzer ein externes Programm für das Bearbeiten fest, in dem Tkdiff das Dokument öffnet.
****- Tkdiff verbindet den Funktionsumfang von Diff mit einer übersichtlichen grafischen Oberfläche, die auch Ungeübten die Arbeit erleichtert. Den Funktionsumfang von Xxdiff erreicht es aber noch nicht. (Uwe Vollbracht)
| Mved 0.1 |
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| Mehrere Dateinamen in einem Arbeitsschritt ändern Quelle: [http://raf.org/mved] Lizenz: GPL 2.0 Alternativen: Cmv, Krename
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Der Perl-Skript Mved sorgt dafür, dass das Umbenennen vieler Dateien nicht zur Sisyphusarbeit ausartet. Sein Leistungsumfang geht über den eines Einzeilers auf der Bash-Kommandozeile hinaus. Der User legt durch verschiedene Platzhalter in den Aufrufparametern fest, welchen Bereich des ursprünglichen Dateinamens das Tool übernehmen und welchen es ersetzten soll.
Ein Gleichheitszeichen signalisiert Mved, die alte Position eines Buchstabens zu erhalten. Die Software ordnet auf Wunsch auch Teile des Dateinamens neu an. Sie schiebt zum Beispiel die Nummerierung von Dateien vom Ende des Namens an den Anfang, sodass Dateimanager sie entsprechend sortieren.
Um Fehler und Datenverlust zu vermeiden, führt Mved mehrere Sicherheitsprüfungen durch. Beispielsweise bricht die Software einen Durchlauf ab, wenn das Überschreiben einer bereits bestehenden Datei droht. Ungeeignete Ersetzungsmuster, die mehrere Dateien mit gleichem Namen produzieren würden, erkennt Mved vor dem Ausführen.
Die Option »-f« schaltet die Sicherheitsprüfungen aus, was zu Datenverlust führen kann. »-n« hingegen weist Mved an, die für eine durch Dateimuster definierte Umbenennung auszuführenden »mv«-Kommandos anzuzeigen, sie aber nicht auszuführen.
***-- Wer den Inhalt ganzer Verzeichnisse umbenennen muss, kommt mit Mved schnell zum Ziel. Um jedoch unerwartete Ergebnisse zu vermeiden, empfiehlt es sich, die Platzhaltersprache mit Testdaten erst einmal auszuprobieren. (Uwe Vollbracht)
| Cdialog 1.1-20070704 |
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| Grafische Oberfläche für Shellskripte Quelle: [http://invisible-island.net/dialog] Lizenz: GPL 2.0 Alternativen: CDK, Xdialog, Gtkdialog, Kdialog
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Kleine Programmieraufgaben löst ein Bash-Skript oft am schnellsten. Der Nachteil an den in Bash programmierten Anwendungen ist jedoch, dass sie wenig präsentabel wirken. Ein farbloser, blinkender Cursor muss für die Dateneingabe genügen, denn der Einsatz von Ncurses lohnt sich für die meisten kleinen Projekte nicht.
Abhilfe schafft Cdialog, das dem Programmierer 24 vordefinierte Ncurses-Dialoge an die Hand gibt. Die Palette reicht von der einfachen Benachrichtigungsbox über Ja-nein-Abfragen bis zum Datei-Auswahldialog. Der Entwickler kann die Dialoge farblich gestalten, die Buttons schattieren oder die Darstellung der Trennlinien anpassen, doch damit ist der gestalterische Spielraum erschöpft.
Ein Kommandozeilenparameter beim Aufruf legt die Art des Dialogfelds fest. Je nach gewähltem Typ akzeptiert Cdialog weitere Werte wie Dialogtext, zu bearbeitende Dateien oder die Elemente einer Auswahlliste. Der Parameter »--stdout« ermöglicht es, die Benutzereingaben über eine Pipe im aufrufenden Skript zu verwerten.
****- Bash-Anwendungen, die den Benutzer mit »read« zur Dateneingabe auffordern, mögen dem an die Konsole gewöhnten Administrator genügen - sie wirken jedoch nicht besonders ansehnlich und eigen sich auch nicht für Benutzer, die eine grafische Benutzeroberfläche gewohnt sind. Cdialog erleichtert mit vordefinierten Templates die Ncurses-Programmierung und verhilft damit gerade kleinen Programmen schnell zu einer ansprechenden Optik. (Uwe Vollbracht/Peter Kreußel)
| Tkdiff 1.4.3 |
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| Grafische Oberfläche für Diff Quelle: [http://sourceforge.net/projects/tkdiff] Lizenz: GPL 2.0 Alternativen: Diff, Xxdiff, Kdiff3
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Wer mit »cp« oder »dd« GBytes an Daten bewegt, blickt meist lange Zeit auf eine leere Kommandozeile. Etwas erträglicher wird das Warten, wenn der Anwender sieht, wie lange es noch dauert. Clpbar liefert diese Information, indem es sich in den Datenstrom einklinkt und die Menge der übertragenen Daten misst. Dazu leitet der Benutzer die Daten in einer Pipe durch Bar: »dd if=/dev/xyz | bar >/dev/xyz«. Wer die Menge der zu übertragenden Daten kennt, gibt sie Bar über den Parameter »-s« mit. Dann zeigt die Anwendung auch einen Prozentbalken und die ETA (geschätzte Zeit bis zu Fertigstellung).
Über Kommandozeilenparameter kann der Benutzer neben dem Erscheinungsbild auch Einstellungen wie Timeouts und Buffer- oder Blockgröße festlegen. Da der »cp«-Befehl seine Daten nicht an eine Pipe weitergibt, kopiert Clpbar Dateien ohne Rückgriff auf den Unix-Befehl, wenn der Benutzer eine Quell- und eine Zieldatei angibt.
***-- Clpbar macht da
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