Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 08/2007
419

Push-E-Mail klappt nicht

Allerdings hat auf keinem der sechs getesteten Geräte die Push-E-Mail-Funktion funktioniert, ein HP Ipaq RW6815 war dank des Funambol-Ipaq-Konnektors immerhin dazu in der Lage, E-Mails zu empfangen (Abbildung 2). Laut Funambol Inc. sollten alle Geräte, für die es Clientsoftware von Funambol gibt, per Push-Funktion über neue E-Mails informieren. Zwar bietet der Server auch Möglichkeiten, dies über die Kombination von Syncml und SMS zu realisieren, aufgrund der mangelnden Syncml-Implementation der meisten Clients klappt dies aber nur sehr selten.

Der Test

Nach all der schönen Theorie jetzt die Nagelprobe. Funambol hat unter Eingeweihten den Ruf, nur etwas für erfahrene Techniker und Spezialisten von mobilen Geräten zu sein. Außerdem sollen die meisten Geräte nur auf dem Papier Syncml unterstützen. Die Tester des Linux-Magazins haben einige Smartphones ausprobiert und dabei festgestellt, dass mit Ausnahme eines Geräts alle getesteten Handys Daten mit dem Server synchronisieren können (Tabelle 1). Die Spreu trennt sich vom Weizen, wenn es um E-Mail geht - viele Handys bieten dafür schlicht keine Software.

Tabelle 1:
Testergebnisse

 
 

HP Ipaq
RW 6815

Nokia E61

Nokia N80

Nokia 6230i

Siemens
ME75

Sony Ericsson
P990i

Kalender

x

x

x

x

x

-

Kontakte

x

x

x

x

x

-

Notizen

x

x

x

x

x

-

Aufgaben

x

x

x

x

x

-

E-Mail/Push

x/-

-/-

-/-

-/-

-/-

-/-

x = funktioniert, - = funktioniert nicht

Zunächst fällt auf: Bei jedem Gerät muss der Benutzer einen anderen Weg durch die Konfiguration suchen, bis der Datenabgleich funktioniert, eine allgemeine Anleitung zu geben, fällt schwer. In der Regel legt der Benutzer im Einstellungsdialog für die Synchronisation ein neues Profil an (Nokia, Siemens) und trägt den Funambol-Server mit der vollständigen Adresse »http:// Servername:8080/funambol/ds« ein (Abbildung 8). Die meisten neueren Handys verfügen über ein extra Eingabefeld für den Serverport.

Abbildung 8: Die Konfiguration eines Nokia E61 für den Einsatz als Syncml-Client: Zunächst gibt der Benutzer dem Gerät in den Einstellungen Server und Zugangsdaten vor, dann wählt er die Datenbank und stößt die Synchronisation an. Eine funktionierende GPRS-, WLAN- oder UMTS-Verbindung ist dafür notwendig.

Benutzername und Passwort kann der Benutzer auf dem Client frei wählen, denn jeder Syncml-Client erhält automatisch bei der ersten Synchronisation einen Account, ein Device und einen entsprechenden Principal zugewiesen. Der Funambol-Server ist also überraschenderweise völlig offen konfiguriert, jeder Client, der die Adresse kennt, darf sich synchronisieren.

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