Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 08/2007
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Administration

Danach startet der Admin die Funambol-Administrationskonsole auf dem Server. (Abbildung 5). Das grafische Java-Werkzeug zur Verwaltung des Servers, der User und der mobilen Geräte existiert ebenfalls sowohl für Windows (»Start | Programme | Funambol | Administration Tool«) als auch als X-Window-Anwendung für Linux (»/opt/Funambol/admin/bin/funamboladmin«).

Abbildung 5: Unter Windows und Linux gleich: Das Administrationswerkzeug von Funambol ist in Java geschrieben. Im linken Teil des Fensters wählt der Administrator Benutzer, Gerät oder Einstellungen aus. Die Details sieht er auf der Registerkarte rechts.

Über »File | Login« meldet sich der Administrator an, sein Default-Benutzername ist »admin«, das Passwort »sa«. Ein dreigeteilter Bildschirm mit einer baumartigen Verzeichnisstruktur links (Navigation), Details (Data entry) rechts und der Ausgabe des Systemprotokolls (Output Messages) unten kennzeichnet die Administrationsoberfläche von Funambol. Die Bedienung ist intuitiv und selbsterklärend. Ausführliche Handbücher und Dokumentationen helfen weiter, wenn jemand sich nicht auf Anhieb zurechtfindet.

Konfliktlösung, Principals und E-Mail-Push

Das Funambol-Administrationstool konfiguriert zahlreiche Details, darunter auch die Synchronisationsstrategie bei Konflikten (Abbildung 6). Nebenbei findet der Administrator in dieser Liste die Namen der Datenbanken, die der Benutzer auf dem Handy bei den Synchronisationseinstellungen eingeben muss, etwa »note« für Notizen oder »card« für die Kontakte. Ausführliche Daten zu den Fähigkeiten eines Geräts stehen in »Devices | Capabilities«.

Abbildung 6: In den »Server Settings« stellt der Administrator unter anderem ein, wie Funambol verfahren soll, wenn auf Client und Server für dieselben Einträge unterschiedliche Daten vorhanden sind und daher ein Konflikt entsteht. Außerdem erfährt er hier die Namen der Datenbanken »Source Name(uri)« für den Abgleich.

Normalerweise ist jedem User ein Device zugewiesen. Mehrere Benutzer können sich aber auch ein Gerät teilen, jeder User kann auch über mehrere Devices verfügen. Deshalb verknüpft Funambol die Daten zu so genannten Principals. Für jede Benutzer-Gerät-Verknüpfung erscheint nach der Synchronisation ein neuer Principal in der Liste. Funambol führt für alle Benutzer und Devices über jeden Abgleich Buch. Der Benutzer des Siemens ME75 aus Abbildung 7 hat beispielsweise zuletzt am 05.06.2007 erfolgreich synchronisiert.

Abbildung 7: In der Liste der letzten Synchronisationen sieht der Admin, wer Datenbanken von welchem Gerät zuletzt abgeglichen hat. Hier hat der Benutzer eines Siemens ME75 seinen Kalender, sein Adressbuch und seine Notizen synchronisiert.

Damit die Clients E-Mails empfangen und automatisch per Push-Dienst über neue Mails informiert werden, muss der Admin den mitgelieferten E-Mail-Konnektor von Funambol einrichten. Im ersten Schritt ersetzt er dazu den Eintrag im Feld »Server Settings | Officer« mit »com/funambol/server/security/EmailOfficer.xml«. Dann trägt er unter »Modules | email | FunambolEmailConnector« die Daten der Accounts auf den Mailservern ein und verknüpft diese mit den jeweiligen Usern.

E-Mail- und PIM-Listener überwachen auf Wunsch die E-Mail-Accounts und die PIM-Datenbanken von IMAP und Groupware-Servern auf neue Mails oder Termine und leiten sie auf beliebige Syncml-Clients weiter. Für den PIM-Listener muss der Admin die Datei »/opt/Funambol/pim-listener/config/com/funambol/pushlistener/PushListenerConfiguration.xml« editieren, in der Konfigurationsdatei »/opt/Funambol/inbox-listener/config/email/email/InboxListener.xml« stehen die Daten des E-Mail-Listeners.

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