Open Source im professionellen Einsatz

Paul Tobeck, Fotolia

Auditing und Asset Management mit dem Linux-Agenten von Centennial im Test

Bestandsaufnahme

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Lageristen, Verkaufsleiter im Warenhaus und Administratoren eint eine lästige Aufgabe: Sie müssen den Überblick darüber behalten, was sie gerade verwalten. Das nennt sich Inventur oder neudeutsch Asset Management. Centennial Discovery nimmt dem Admin diese Aufgabe für viele Betriebssysteme ab.

Je mehr sich Linux auf dem Desktop in Behörden und großen Firmennetzwerken verbreitet, desto mehr stellen sich die Hersteller von Managementsoftware auf Linux/Unix-Clients ein. So kürzlich Centennial Software mit Discovery [1]. Das Produkt dient dem Asset Management von Hard- und Software.

Der sperrige Begriff meint schlicht eine automatische Inventur aller vorhandenen Computer und der darauf installierten Programme. Discovery listet und kategorisiert die Komponenten und vergleicht sie mit vorgegebenen Regeln. Das ist die unentbehrlichen Basis für Compliance-Tests, Lifecycle- und Lizenz-Management.

Gefragt ist in heterogenen Umgebungen ein Produkt, das Unix-, Windows- und Mac-Systeme gleichermaßen analysiert, auf jeder Plattform vergleichbare Ergebnisse liefert und mit einheitlichen Profilen arbeitet. Genau das will Centennial Discovery erledigen. Für 35 Euro pro überwachtem System (Preis ab 500 Clients) gibt es dem Admin einen Überblick, welcher Rechner wie ausgestattet ist und welche Software auf ihm läuft.

Installation

Eine Installation von Centennial Discovery besteht aus einem Server, dem Controlcenter-GUI und den auf den Client-Plattformen arbeitenden Agenten. Auf dem Server setzt Centennial Discovery einen Windows-2003-Server voraus, der Agent ist für Linux, Mac OS X und Windows-Rechner [2] verfügbar. Während Centennial für Microsoft-Systeme ein Remote Deployment (Ferninstallation) der Agentensoftware vom Controlcenter aus vorsieht, verlangt die Software bei Unix-Derivaten etwas mehr Handarbeit.

Für Unix liegt die Agentensoftware als »tar.gz«-Archiv vor. Dieses File sowie die Konfigurationsdatei »xferwan.ini« mit den Angaben zum Server kopiert der Admin auf alle verwalteten Workstations. Das Handbuch weist darauf hin, dass das Archiv auch auf einem NFS-Server liegen kann, ein zentraler Fileserver ist oft vorhanden. Das spart aber nur die Kopieraktion, nicht die Installation. In großen Umgebungen ist für diesen Schritt ein Patch-Managementsystem [3] sehr anzuraten.

Nach der Installation der Agenten starten automatisch zwei Daemons »xferwan« und »cagent«. Sie laufen stabil, bei jedem Reboot setzt das Startskript »/etc/init.d/disco« die Agenten wieder in Dienst. Wenige Minuten nach der Installation tauchen die Systeme im Controlcenter von Discovery auf (Abbildung 1).

Abbildung 1: Das Controlcenter von Centennial Discovery liefert auf dem Windows-Server einen Überblick aller Clients. Die Agenten laufen auf Mac, Windows und Unix-Systemen – im Test mit fünf Clients.

Abbildung 1: Das Controlcenter von Centennial Discovery liefert auf dem Windows-Server einen Überblick aller Clients. Die Agenten laufen auf Mac, Windows und Unix-Systemen – im Test mit fünf Clients.

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