Open Source im professionellen Einsatz

Neues bei Debian

Debianopolis

Debian ist frei und seine Entwickler sind Kosmopoliten. Das Linux-Magazin berichtet regelmäßig Interna aus der Debian-Entwicklerszene und angrenzenden Projekten.

 

Sicher ist, dass Debian 4.0 alias Etch eingefroren ist und keine neuen Features Aufnahme finden. Aber dass die freie Distribution beim Erscheinen dieser Ausgabe des Linux-Magazins offiziell vorliegt, ist alles andere als sicher. Die Zeit ist dennoch reif, um einen Blick auf die Neuerungen der Version 4.0 zu werfen.

Installation

Schon die Installation bricht mit alten Traditionen: Das »base-config«-Skript, seit Urzeiten für die Initialkonfiguration des Systems zuständig, hat ausgedient. Stattdessen ist die Initialisierung in den Installer integriert, der sich damit als geschlossene Einheit präsentiert. Erstmals lassen sich so direkt bei der Installation verschlüsselte Partitionen anlegen.

Für die Desktop-Benutzer zeigt das Installer-Team mit einer grafischen Umsetzung ebenfalls freundliches Entgegenkommen. Der grafische Installationsprozess ist aber nur als sehr entfernter Verwandter von komfortablen Lösungen wie Yast anzusehen. Die eingesetzte Framebuffer-Methode ermöglicht dem weniger erfahrenen Benutzer aber wenigstens das Weiterkommen per Maus, ohne auf die Tastatur als Hauptwerkzeug angewiesen zu sein. Die Installationsroutine hat zudem die übliche Versionspflege und Wartung erfahren. Viele kleine Fehler, die nach der Sarge-Release aufgefallen sind, gelten als behoben.

Sicheres APT

Sehnsüchtig haben Benutzer und Administratoren darauf gewartet, dass Debians APT die Quelle eines Pakets überprüft. Die Möglichkeit, Pakete zu modifizieren und sie unerfahrenen Debian-Benutzern unterzujubeln, gab es schon immer, einschließlich Debian Sarge. Damit ist jetzt endlich Schluss: Die Secure APT getaufte Lösung prüft anhand einer Paketliste mit GPG-Signatur, ob das Paket, das es gerade herunterlädt, tatsächlich offiziellen Ursprungs ist. Schlägt die Überprüfung fehl, fängt APT gar nicht erst mit der Installation an.

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Ausgabe 07/2013

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