Um es vorwegzunehmen, die Ausgabe von 40 Euro für das SSH-Buch lohnt sich. Zunächst sensibilisieren die Autoren mit einfachen Beispielen für das Thema Schutz der Daten. Basierend auf kryptographischen Grundaufgaben wie Authentifizierung, Integrität, Vertraulichkeit und Nichtabstreitbarkeit vermittelt das Autorenduo die Grundlagen für die SSH. In der guten Einführung fehlt lediglich das Kerckhoffs-Prinzip.
Auf die Plätze, fertig - SSH!
Den SSH-Protokollversionen 1.x und 2.x ist je ein eigenes Kapitel gewidmet: Architektur, Unterprotokolle, Verbindungsauf- und -abbau, Authentifizierungsmechanismen, Integritätsschutz und generelle Sicherheitsüberlegungen werden darin umfassend beschrieben. Eine Gegenüberstellung rundet die Vorstellung von SSHv1 und SSHv2 ab.
Der zweite Teil des Buches befasst sich in gewohnt ausführlicher Weise mit dem praktischen Einsatz wie der Installation von OpenSSH und der Server- und Client-Konfiguration. Ein akribischer Experten-Teil greift zusätzlich jede mögliche Einstellung der Konfigurationsdateien auf. Ein eigener Leitfaden beschreibt den Aufbau einer kompletten OpenSSH-Infrastruktur.
Es folgen nützliche Tipps für den Einsatz von SSH in Unternehmensnetzwerken mit den Schwerpunkten SSH und HTTP, SSH und CVS sowie SSH und NX. Danach widmen sich die Autoren dem Thema Migration bestehender Systeme, wozu die Ablösung der Berkeley R-Tools, aber auch der Umzug von SSHv1 auf SSHv2 zählen.
Das Werk behandelt die SSH sehr umfassend, nervt teilweise aber mit Wiederholungen: Die Aufgaben des SSH-Transportprotokolls sind innerhalb von fünf Seiten ebenso oft genannt. Andererseits darf der Leser das Buch an einer nahezu beliebigen Stelle aufschlagen, ohne etwas Wesentliches zu verpassen. Vorteil: Dank detailreicher Erläuterungen ist Sekundärliteratur nicht erforderlich.
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Timo Dotzauer, Tobias Lütticke:
Das SSH-Buch - Leitfaden für den sicheren Einsatz von OpenSSH
Millin Verlag, 2006
620 Seiten, 40 Euro
ISBN 3-938626-03-8
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Einstand bei Qt 4
Ende 2006 erschien bei Open Source Press eines der ersten deutschsprachigen Bücher zum Thema Qt 4. Autor Daniel Molkentin zeigt, wie die neue Qt-Version aus dem Hause Trolltech tickt. Und das sollte er wissen, er entwickelt an KDE mit, das in Version 4 auf Qt 4 setzt.
Qt 4 besteht aus diversen Bibliotheken und Tools für die GUI-Entwicklung mit C++. Wie damit grafische Oberflächen für Linux, Windows und Mac OS X entstehen, zeigt das Buch dem Qt-Einsteiger - der aber kein Programmieranfänger sein sollte. Anfangs erfährt der Leser Grundlagen, etwa wie sich Programme mit Qmake kompilieren lassen. Der Lesbarkeit geschuldet verzichtet das Buch auf ellenlange Listings zu den Codebeispielen. Wer einen Codeschnipsel gerne digital hätte, lädt ein Archiv mit allen genannten Beispielen von [http://www.qt4-buch.de] herunter.
Qt 4 bringt eine neu strukturierte Klassenhierarchie mit, die zu erläutern ebenfalls zu den Pflichtaufgaben des Buches zählt. Es folgen diverse Ausflüge in den Entwickleralltag mit Zielen wie: Größe der Fenster festlegen und Widgets manuell erstellen. Dem heiklen Thema Benutzerführung dient das Kapitel "Dialoge", das die Typen der Q-Dialog-Klasse vorstellt und Wege aufzeigt, wie der Benutzer durch Dialoge zu lotsen ist, ohne sich in typische Fehler zu verstricken. Die Fähigkeiten der neuen Grafik-Engine Arthur lotet der Autor ebenfalls aus. Arthur schafft Potenzial für ansprechendere Designs, was dem Autor einen ausführlichen Ausflug wert ist.
Das Buch wendet sich an Qt-Anfänger, setzt aber Grundkenntnisse über objektorientierte Programmierung voraus. Ist das der Fall, empfiehlt es sich als gelungener Einstieg in die Materie. (uba)
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Daniel Molkentin:
Qt 4 - Einführung in die Applikationsentwicklung
Open Source Press, München, 2006
444 Seiten, 45 Euro
ISBN 3-937514-12-0
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Dr. Udo Seidel ist eigentlich Mathe-und-Physik-Lehrer und seit zehn Jahren Linux-Fan. Nach seiner Promotion arbeitete er als Linux-/Unix-Trainer, Systemadministrator und Senior Solution Engineer. Seit 2006 ist er als Intersystem Communication Specialist bei Amadeus Data Processing in Erding tätig.
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