Zu manchen Dingen gibt es keine Alternative: zu einem regelmäßigen Backup beispielsweise. Wer das nicht glaubt, den überzeugt früher oder später die Endlichkeit jedes Festplattendaseins. So wahr und abgedroschen diese Erkenntnis auch sein mag, leicht umzusetzen ist sie deswegen noch lange nicht.
Mobile Rechner brauchen Flexibilität
Für Laptops etwa taugen Cron oder das zyklische Pflichtbewusstsein eines Backup-Clients wenig. Denn wenn die Sicherung turnusmäßig starten sollte, ist vielleicht gerade der Akku leer, sind Server, Bandlaufwerk oder Backup-Platte hunderte Kilometer entfernt oder der Anwender gerade nicht gewillt, Rechenleistung an einen Routinejob abzutreten. Wäre alles beisammen und der Zeitpunkt günstig, denkt der User aber garantiert nicht ans fällige Sichern.
Optimal wäre deshalb, wenn der mobile Rechner die Eigensicherung selber im Hinterkopf behielte und bei passender Gelegenheit von alleine alle Daten an einen sicheren Ort kopierte. Wenn der Zeitplan aber einmal nicht einzuhalten ist, dann sollte er das auch ohne Murren akzeptieren, statt sich mit Kaskaden von Fehlermeldungen in überlaufenden Logs zu rächen.
Eigenverantwortung
Ein einfaches Lösungsszenario für dieses Problem könnte so aussehen: Der Rechner lässt sich über jedes An- und Abstöpseln eines USB-Geräts informieren. Dabei erkennt er selbstständig, wenn der Benutzer die Platte mit der Partition für Datensicherungen anschließt. Sobald sie greifbar ist, hängt er sie an einer exklusiven Stelle ins Filesystem.
Ein Backupjob startet asynchron mit festem Turnus und schaut zuerst auf den dedizierten Backup-Mountpoint: Findet er dort keine Platte, legt er sich klaglos wieder schlafen. Stößt er aber bei diesem Mountpunkt auf eine Disk, dann kann es nur die Sicherungsplatte sein, also startet er das Backup.
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