Open Source im professionellen Einsatz

Ärmel hoch

Die LPI-Zertifizierung ist eine preiswerte Möglichkeit, den eigenen Marktwert zu erhöhen und sein Wissen zu belegen. Speziell LPIC-2 bringt, dank der dünn gesäten Konkurrenz, einen günstig erkauften und zugleich erheblichen Vorteil. Den spielt der Bewerber bei großen Firmen aus, die Zertifizierungen als Vorselektion verwenden.

Das Linux-Magazin bringt in den kommenden Ausgaben, abgestimmt auf den Themenkomplex des LPI, Lernhilfen, die den Interessenten das nötige Wissen vermitteln, damit sie die Prüfungen erfolgreich bestehen.

Andere Linux-Zertifizierungen im
Überblick

Neben dem LPI bietet eine Reihe anerkannter Distributoren ebenfalls Zertifizierungen an. Die sind jedoch firmen- und distributionsbezogen und somit nicht unabhängig.

Red Hat Certified Engineer/Technician

Red Hat bietet neben dem Red Hat Certified Engineer (RHCE) die abgespeckte Variante, den Red Hat Certified Technician (RHCT), der mit 435 Euro etwa die Hälfte des RHCE kostet.Die Prüfungen bestehen neben einem theoretischen Teil, der aus Multiple-Choice- und offenen Fragen besteht, aus einem praktischen Komplex, in dem der Teilnehmer praxisnahe Aufgaben zu bewältigen hat. Ein Teil davon bezieht sich auf das Einrichten vorgegebener Leistungsmerkmale, ein weiterer auf das Debugging eines defekten Systems.

Der RHCE gehört mit 870 Euro Prüfungsgebühr zu den teuersten Standard-Zertifizierungen der Branche, jedoch auch zu den anerkanntesten. Speziell in den USA genießt der RHCE mittlerweile eine hohe Akzeptanz, auch weil dort die meisten Firmen, die Linux als Betriebssystem einsetzen, Red Hat verwenden.

Die oft unerlässlichen Aufbaukurse schlagen mit bis zu 2300 Euro je Seminar zu Buche. Einen Überblick aller verfügbaren Kurse und deren Preise bietet die Webseite [http://www.redhat.de/training/overview.php3].

Certified Linux Professional/Engineer 9

Auch Novell bietet mehrere eigenständige Suse-Linux-Zertifizierungen, der Engineer 9 ist speziell abgestimmt auf Suse Linux Enterprise Server 9. Die Prüfungen bestehen aus einem Praxistest am laufenden System: Das Testcenter schaltet eine Remote-Verbindung zu Linux-Servern im Rechenzentrum von Novell. Über eine grafische Oberfläche und Konsole muss der Kandidat die gestellten Aufgaben am lebenden Objekt lösen.

Die reinen Zertifizierungskosten bewegen sich mit etwa 200 Euro im Bereich ähnlicher Prüfungen anderer Firmen, die Aufbaukurse kosten je nach Anbieter und Leistungsumfang zwischen 1200 und 1900 Euro. Nähere Informationen zur CLP-Zertifizierung finden sich unter [http://www.novell.com/training/certinfo/clp/] sowie [http://www.novell.com/training/certinfo/cle9/] für den CLE 9.

Eine umfangreiche Liste weiterer IT-Zertifikate enthält die Webseite [http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_IT-Zertifikate].

Infos

[1] LPI: [http://www.lpi.org]

[2] Deutsche Prüfungszentren: [http://www.lpi-german.de/testing/]

[3] Pearson VUE: [http://www.vue.com]

[4] Thomson/Prometric: [http://www.prometic.com]

[5] LPIC Beschreibung und Lernziele: [http://www.lpi.org/de/lpic.html]

[6] lpisim Prüfungs-Simulator: [http://lpi-buch.linupfront.de/simulator.html]

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Ausgabe 07/2013

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