Neues von der Community-Distribution
Debianopolis
Debian ist frei und seine Entwickler sind Kosmopoliten. Das Linux-Magazin berichtet regelmäßig Interna aus der Debian-Entwicklerszene und angrenzenden Projekten.
Debian ist frei und seine Entwickler sind Kosmopoliten. Das Linux-Magazin berichtet regelmäßig Interna aus der Debian-Entwicklerszene und angrenzenden Projekten.
Die GNU Free Documentation License (GFDL) sorgte bei Debian in den vergangenen Monaten immer wieder für erregte Gemüter. Richard Stallman heizte kürzlich die Diskussion noch einmal an, als er auf einer Emacs-Mailingliste Debian dazu aufforderte, die GFDL endlich zu akzeptieren. Debian vertritt naturgemäß einen anderen Standpunkt und plant, noch vor der Release von Debian Etch die gesamte GFDL-lizenzierte Dokumentation aus der Distribution zu tilgen.
In der vorangegangenen Debianopolis-Ausgabe ging es unter anderem um die von Ex-Release-Manager Anthony Towns angeregte Abstimmung darüber, ob die Archive der Debian-Private-Mailingliste geöffnet werden sollten. Towns wollte mit seinem Vorschlag die Öffentlichkeit an diesen Diskussionen teilhaben lassen, die ja schon die Gründungsphase von Debian begleiteten und aus denen Grundsatzdokumente wie der Social Contract und auch die Debian Free Software Guidelines hervorgegangen sind.
Als nun Ende Dezember die Frist für den Vorschlag ablief, stand allerdings Towns als Verlierer da [1]. Die Mehrheit der Debian-Entwickler konnte sich nur zu dem vagen Zugeständnis durchringen, dass sie künftig Mails, die über die Debian-Private-Liste laufen, unter gewissen Umständen veröffentlichen.
Ein halbes Jahr hat es bis zum ersten Update für Debian Sarge gedauert. Anders als bei anderen Distributionen fließen in stabile Debian-Versionen nur kritische Korrekturen oder Reparaturen an einem beschädigten Paket ein. Stable-Release-Manager Martin Schulze hat auf [2] alle 189 Sicherheitskorrekturen aufgelistet. Äußerlich ist die aufgefrischte Distribution an der Versionsnummer 3.1r1 zu erkennen. Alle Korrekturen waren zuvor über die Debian-FTP-Server zugänglich. Wer ein gepatchtes Sarge-System hat, braucht kein neues.
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