Open Source im professionellen Einsatz

Open School Server exklusiv auf Heft-CD

Eier legende Wollmilchsau

Die Heft-CD enthält die neueste Version von Open School Server, einer SLES-basierten All-in-one-Lösung für Schulen, kleine Unternehmen und alle, die schnell einen Mail- oder Groupware-Server aufsetzen möchten. Dieser Artikel erklärt das Wie und Warum.

Das Linux-Magazin kommt nur gelegentlich mit einem Datenträger an die Kioske. Wenn dieser Fall eintritt, dann muss es etwas Besonderes sein - so auch diesmal: Die Redaktion präsentiert exklusiv den Open School Server (OSS) der Firma Extis [1]. Die Software trägt die Versionsnummer 2.0.5 und ist zurzeit nur auf dieser Linux-Magazin-CD zu erhalten. Der OSS arbeitet als universeller zentraler File- und Authentifikationsserver und erledigt die Aufgaben des Mailservers, eines Internetproxy und eines Groupware-Servers [2].

Nicht nur für Schulen

Zwar hat Extis das Produkt für Schulen konzipiert, es eignet sich aber genauso gut für den Einsatz in kleinen und mittleren Unternehmen. Der Admin braucht nur Begriffe umzudeuten: aus Schüler wird dann Mitarbeiter, eine Klasse ist auch als Arbeitsgruppe oder Abteilung aufzufassen. Da das gesamte Produkt auf Open-Source-Komponenten beruht, ist es leicht, diese Begriffe an die lokalen Gegebenheiten anzupassen.

Installation mit Yast

Die Installation des OSS lehnt sich eng an die Installation des Suse Linux Enterprise Server 9 an. Nach dem Systemstart über CD und der Auswahl der Sprache erscheint bereits der Übersichtsbildschirm von Yast. Er führt durch die wichtigen Installationsschritte Software-Auswahl, Systemstart und Partitionierung. Da der OSS als Serversystem konzipiert ist, nimmt er bei einer Standardinstallation sämtliche Festplatten im Rechner für sich in Anspruch. Die Verzeichnisse »/var« und »/home« legt er auf separate Partitionen. Findet der Installer zwei Festplatten, richtet er »/home« auf der zweiten ein.

Open School Server

Der OSS [1] kombiniert ein auf dem Suse Linux Enterprise Server 9 (SLES 9) basierendes Grundsystem mit einer grafischen Administrationsoberfläche und einer Groupware-Komponente. Er nimmt nach einer Standardinstallation unter anderem folgende Aufgaben für Windows- und Linux-Clients wahr:

  • Fileserver
  • Mailserver
  • Authentikationsserver
  • Internetproxy
  • Groupware-Server mit Webinterface
  • Firewall

Die beiliegende Version 2.0.5 unterstützt 32-Bit-Rechner von Intel und AMD. Eine Installation auf 64-Bit-Rechnern ist im 32-Bit-Modus möglich. Extis verkauft den OSS als Boxenprodukt in einer DVD-Hülle. Der Preis von 400 Euro enthält neben Installationsmedium und Handbuch ein Jahr Maintenance für den OSS und den Suse Linux Enterprise Server 9 sowie technischen Support per E-Mail.

Wer den Schulserver neben einem bestehenden System installiert will, muss manuell partitionieren. Die Partitionen »/var« und »/home« benötigen dazu die Mount-Optionen »defaults«,»acl« und »usrquota«. Die aktuelle Version des OSS kann auch einzelnen Gruppen Festplatten-Quotas zuteilen. Dazu muss »/home/groups« auf einer separaten Partition liegen und mit den Optionen »acl,grpquota« eingehängt werden.

Findet der OSS diese Konstellation vor, lassen sich die Festplatten-Quotas bequem über das Webfrontend einrichten. Als Dateisystem benutzt der aktuelle Schulserver Ext 3, da es bei Reiser-FS im Zusammenspiel mit den Quotas zu mehreren Problemen kam.

Nach der Installation des Grundsystems findet in vier Schritten das Setup des Schulservers statt.

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Ausgabe 07/2013

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