Ich will Ihnen ja keine Angst einjagen, aber wir müssen die Erde verlassen. Gut, ein paar Milliarden Jahre dauert es noch, bis die Sonne in die Energiekrise kommt und verglüht. Letztlich ist es aber Ziel der Raumfahrt, auf den Tag vorbereitet zu sein, an dem unsere Nachkommen in interstellare Archen steigen müssen und zu fremden Welten fliegen.Gut wäre es, bis dahin zu wissen, wo und zu wem wir hin können. Vorausschauende Zeitgenossen betreiben darum Horchposten à la Seti, die intelligentes Leben All-täglich dem großen Lauschangriff ohne richterliche Genehmigung aussetzen. Wenn man unterstellt, dass der Alien an sich technisch und intellektuell weiter ist als wir, scheint mir der umgekehrte Weg jedoch aussichtsreicher.Das muss sich auch Yahoo gedacht haben, als sie jüngst User aus ganz Europa dabei unterstützte, per Mail ihre Fotos und Botschaften über eine der größten Parabolantennen der Welt ins All zu senden. 30 Meter misst die benutzte Anlage des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt in Weilheim. Die Betreiber bliesen die Daten mit 150 Millionen Watt gebündelt zum Sonnensystem 61 Cygni B im Sternbild Schwan. Astronomen glauben, dass um den Stern mindestens ein planetarer Begleiter rotiert. Yahoo-Usern, denen die Auswahl eines Bildes schwer fiel, schließlich wollen wir ja bei den Außerirdischen sympathisch rüberkommen, empfahl Yahoo gleich mehrere Fotos zu versenden, und zwar über den hauseigenen Fotomail-Dienst. Dumm nur, dass Linux-Benutzer dort Folgendes zu lesen kriegen:
Whoops! Es tut uns leid, aber Ihr PC unterstützt FotoMail nicht. Für die Verwendung von FotoMail benötigen Sie Windows 2000 oder XP und einen Internet Explorer 5.5 oder höher. In der Zukunft möchten wir FotoMail auch an anderen Betriebssystemen anbieten.
Liebe Linuxer, grämen Sie sich nicht, wenn Sie den Wesen da
draußen nur ein einziges Foto senden dürfen! Wie an
anderer Stelle auch können Sie solche funktionellen Nachteile
gegenüber den Benutzern anderer Desktop-Betriebssysteme locker
kompensieren. Im konkreten Fall hätte es gereicht, statt einer
"Mein Haus - mein Auto - meine
Schwiegermutter"-Galerie ein ungleich instruktiveres Foto zu
schicken: das eines Kaiserpinguins. Denn die beseelten Vögel
sind wohl die qualifiziertesten Erdenbewohner, um bei Aliens gut
Wetter für unseren irgendwann anstehenden Besuch zu machen.Wer
daran zweifelt, möge in den Film "Die Reise der
Pinguine" der französischen Dokumentarfilmer Laurent
Chalet und Jérome Maison gehen, der ab 13. Oktober in die
Kinos kommt. Wem es gelingt, die tranige Musik und die
dämlichen Sprechertexte im Kopf auszublenden, den schlägt
der Zauber der schönen und mit einem mustergültigen
Sozialverhalten in klimatisch widriger Umgebung ausgestatteten
Tiere unweigerlich in seinen Bann.Damit bei unserer Anku
Diesen Artikel als PDF kaufen
Als digitales Abo
Weitere Produkte im Medialinx Shop »
Versandartikel
Onlineartikel
Alle Rezensionen aus dem Linux-Magazin
- Buecher/07 Bücher über 3-D-Programmierung sowie die Sprache Dart
- Buecher/06 Bücher über Map-Reduce und über die Sprache Erlang
- Buecher/05 Bücher über Scala und über Suchmaschinen-Optimierung
- Buecher/04 Bücher über Metasploit sowie über Erlang/OTP
- Buecher/03 Bücher über die LPI-Level-2-Zertifizierung
- Buecher/02 Bücher über Node.js und über nebenläufige Programmierung
- Buecher/01 Bücher über Linux-HA sowie über PHP-Webprogrammierung
- Buecher/12 Bücher über HTML-5-Apps sowie Computer Vision mit Python
- Buecher/11 Bücher über Statistik sowie über C++-Metaprogrammierung
- Buecher/10 Bücher zu PHP-Webbots sowie zur Emacs-Programmierung
Insecurity Bulletin
Im Insecurity Bulletin widmet sich Mark Vogelsberger aktuellen Sicherheitslücken sowie Hintergründen und Security-Grundlagen. mehr...





