Open Source im professionellen Einsatz

Probleme beim Packen

Außerdem ist es schwierig, eigene Programme als Jar-Archiv zu verpacken. Denn das erfordert die Kenntnis des Speicherorts von Open Office, der in den »CLASSPATH« des Archivs eingehen muss. Das Office-Bean gehört nämlich zu einer Klasse, die die Open-Office-Installation auf das Zielsystem kopiert. So kann sich der Pfad zur Open-Office-Installation von Maschine zu Maschine unterscheiden.

Einen eigenen Classpath über die Kommandozeile anzugeben ist bei ausführbaren Jar-Archiven nicht möglich; den Classpath durch einen Loader in das Manifest der Jar-Datei schreiben ist aber offiziell nicht vorgesehen. Eine weitere Alternative besteht in einem selbst geschriebenen Classloader. Der zieht jedoch massive programmiertechnische Auswirkungen nach sich, da der Entwickler sämtliche Klassennamen einem Typecast unterziehen muss, auch die im Office-Bean.

Bugs umgehen

Die Dokumentation für das neue Office-Bean liegt zwar vor, sie ist jedoch noch nicht in das SDK von Open Office 2 eingepflegt, das außerdem per CVS ausgecheckt werden müsste. Deshalb soll das Verständnis für UNO-Anwendungen und das Office-Bean durch Beispiele aus dem aktuellen Open Office 1.1 verdeutlicht werden. Bei Kernel 2.6 empfiehlt sich Open Office 1.1.4, da sonst ein Bug im Zusammenhang mit IPv6 die Kommunikation mit Open Office verhindert.

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Ausgabe 07/2013

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