Die Verfasser von "Versionskontrolle mit Subversion" sind allesamt Mitarbeiter des Subversion-Projekts und liefern mit diesem Titel eine gründliche Einführung. Das Buch richtet sich gleichermaßen an Umsteiger von CVS wie an Einsteiger, die noch nie ein Versionskontrollsystem benutzt haben.
Das Buch beginnt daher mit den grundlegenden Prinzipien der Versionskontrolle, hält für Ungeduldige aber auch einen Schnelleinstieg bereit: Hier erfährt der Leser auf wenigen Seiten, wie er ein Repository anlegt und ein Projekt importiert - danach kann er sofort loslegen.
Hinweise für Umsteiger
Im Anschluss führen die Verfasser durch alle Schritte der Software-Entwicklung mit Subversion. Positiv fallen Kästen auf, die die Unterschiede zu CVS klarstellen. So warnt etwa ein Abschnitt mit der Überschrift "CVS-Benutzer: Nein zu Update!" die Anwender davor, die Aktualität der Arbeitskopie durch ein Versuchs-Update zu prüfen. Subversion hält mit »svn status« einen eigenen Befehl zur Abfrage des Status bereit.
Zu den Themen für Fortgeschrittene gehören Branches und Tags. Das Buch erklärt diese Verzweigungen und Schnappschüsse eines Softwareprojekts genauso logisch, wie sie in Subversion auch umgesetzt sind: Es handelt sich schlichtweg um Verzeichnisse innerhalb des Dateisystems. Dieses Wissen macht es dem Leser leicht, die damit verbundenen Operationen zu verstehen.
Für Administratoren halten die Autoren sinnvolle Empfehlungen zur Strukturierung eines Repository bereit und zeigen, wie man im laufenden Betrieb ein Backup erstellt. Das Buch behandelt außerdem mehrere Zugriffsmethoden über das Netzwerk, darunter die Anbindung über SSH und Apache WebDAV.
Bei all diesen Themen beschränken sich die Autoren auf die Befehlszeilenkommandos. Die Integration in Editoren und Entwicklungsumgebungen behandeln sie nicht. Die Vorstellung einiger ausgewählter Lösungen, etwa des Eclipse-Plugins Subclipse, wäre jedoch für viele Leser sicherlich von großem Wert.
Das Buch ist unter einer Creative-Commons-Lizenz erschienen und steht unter [http://svnbook.red-bean.com] zum Download bereit, zurzeit allerdings nur in den Sprachen Englisch, Spanisch und Italienisch. Wer aber Dokumentation in Buchform schätzt, und das in einer gelungenen deutschen Übersetzung, greift zu dem O\'Reilly-Band.
Geheimtipp
Der Standard für das Drucken mit Linux ist Cups, das Common Unix Printing System. Hauptentwickler Michael Sweet hat bereits 2002 ein dickes Buch über das Drucksystem geschrieben, das es aber nicht gerade in die Bestsellerlisten der Computerliteratur geschafft hat. Dabei ist es wohl die beste Dokumentation, die es für das eher unübersichtliche Cups gibt. Es richtet sich vor allem an erfahrene Administratoren und an Programmierer, die das Drucksystem erweitern oder eigene Print-Anwendungen schreiben wollen.
Der erste Teil des Buchs behandelt detailliert die Installation von Cups, vom Kompilieren bis zur Einrichtung. Zahlreiche übersichtliche Diagramme verschaffen einen guten Überblick über den Aufbau des modularen Drucksystems. Neben diesen Cups-Details bietet das Buch eine umfangreiche Einführung in das zugrunde liegende Internet Printing Protocol (IPP), die besser lesbar ist als die entsprechenden RFCs.