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Linux-Magazin 02/2005

XML Schema und C++-Programmierung mit Qt

Tux liest

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Zur Datenspeicherung werden zunehmend XML-Formate eingesetzt. Das Buch "XML Schema" zeigt seinen Lesern, wie sie den Daten eine passende Struktur geben. Ein anderer Trend zeichnet sich in dem anhaltenden Erfolg des GUI-Toolkits Qt ab. Das Zusammenspiel mit C++ ist dabei besonders leicht.

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Wer zu einem Buch über XML-Schemata greift, lässt sich auf ein abstraktes Thema ein. Denn Schemadateien sind weniger konkrete Dokumente als vielmehr Regelsätze, nach denen konkrete Dokumente erst erstellt werden. In ihrem Buch "XML Schema" diskutieren Marco Skulschus und Marcus Wiederstein die Dokumentmodellierung mit dieser Technologie, die im Begriff ist, die Document Type Definition (DTD) abzulösen. Das Werk richtet sich zwar auch an Einsteiger, ist jedoch eher für Fortgeschrittene geeignet, die die Organisation ihrer Dokumente verbessern wollen.

Kein Babuschka-Design

Die Autoren stellen die wichtigsten Gestaltungsprinzipien für Schemadateien im Detail vor und diskutieren deren Vor- und Nachteile. Meist überlassen sie es dabei dem Leser, die beste Lösung für seinen individuellen Anwendungsfall zu finden. Lediglich vom Babuschka-Design raten sie dringend ab - das sind aufgeblähte, kaum wartbare Schemata, die nach dem Muster der russischen Holzpuppe aus immer tieferen Verschachtelungen aufgebaut sind. Außerdem macht es dieses Vorgehen unmöglich, Code erneut zu verwenden.

Skulschus und Wiederstein zeigen Alternativen. Sie leiten den Leser dazu an, häufige Elemente, Attribute und Typen global zu definieren und damit wieder verwendbar zu machen. Diese Komponenten lassen sich in eigene Dateien auslagern und dann durch Inklusion, Import und Redefinition benutzen und ableiten. Die Verfasser warnen auch vor den unerwünschten Nebenwirkungen, die Ableitungen in umfangreichen Projekten haben können, und zeigen, wie man solche Effekte verhindert.

Eine gute Zusammenfassung dieser Designprinzipien findet sich leider erst gegen Ende des Buchs. Bis der Leser dorthin gelangt, muss er sehr umfangreiche Kapitel durcharbeiten. Der Überblick wäre eher am Anfang am richtigen Platz und würde die folgenden Teile wesentlich zugänglicher machen. Sehr angenehm fallen die Hervorhebungen in Fettdruck auf, die es dem Leser leicht machen, die diskutierten Stellen im Beispielcode zu finden.

Leider sorgt der akademische Stil mit oft unnötig komplexen Sätzen dafür, dass sich das Buch über weite Strecken wie eine wissenschaftliche Arbeit über Datenstrukturen liest. Nur wer sich mit dieser Darstellungsform anfreunden kann, findet in "XML Schema" wertvolle Anregungen für die Planung und Gestaltung seiner Dokumente.

Info


Marco Skulschus, Marcus Wiederstein:

XML Schema

Galileo Press, Bonn, 2004

560 Seiten

ISBN 3-89842-472-3

40 Euro

Qt und C++

In der Programmierung grafischer Oberflächen ist das Toolkit Qt der norwegischen Firma Trolltech zu einer festen Größe geworden. "C++ GUI-Programmierung mit Qt 3" ist ein Buch, mit dem Entwickler die Fähigkeiten der Bibliothek besser kennen lernen. Die Autoren Jasmin Blanchette und Mark Summerfield teilen es in zwei Abschnitte auf. Im ersten, rund 180 Seiten langen Teil legen sie Grundlagen für die Arbeit mit den Klassen von Qt. So startet der Leser mit einem einfachen "Hello World"-Programm und landet am Ende des Teils bei der Erstellung eigener Widget-Klassen.

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