Open Source im professionellen Einsatz

Testlauf

Nachdem der Administrator die ersten Testdomains und -Adressen angelegt hat, sollte er über einen Mailclient oder einfacher noch mit Telnet prüfen, ob Postfix auch Mails für die Adressen annimmt. Abbildung 4 zeigt eine solche Verbindung. Der Server selbst heißt dabei »test-server.tld«, die virtuelle Domain ist »test-domain.tld«.

Wenn statt der Rückmeldung in Zeile 11 etwas anderes erscheint, zum Beispiel

451 <test@test-domain.tld>: Temporary lookup failure

dann kann Postfix nicht auf die Datenbank zugreifen. Entweder ist MySQL gar nicht gestartet oder die Zugriffsrechte sind falsch gesetzt oder in einer der MySQL-Konfigurationsdateien in »/etc/postfix« stehen falsche Angaben. Bei allen Problemen mit Postfix lohnt sich ein Blick in die Logdatei »/var/log/mail«. Hier stehen meist genauere Angaben darüber, was falsch gelaufen ist.

Zum Abruf der soeben erfolgreich gesendeten Mail lässt sich jeder beliebige Mailclient nutzen, wahlweise über POP3 oder IMAP. Die Abbildungen 5a und 5b zeigen die passenden Einstellungen für KMail. Läuft beim Test alles gut, ist der Mailserver einsatzbereit. (eba)

Abbildung 4: Testen des Mailservers mit Telnet.

Abbildung 4: Testen des Mailservers mit Telnet.

Abbildung 5a: Zum Testen des neu eingerichteten Mailservers dient KMail, hier der Reiter mit den Account-Einstellungen für ein IMAP-Postfach. »Benutzer«, »Passwort« und »Server« sollten die passenden Daten enthalten.

Abbildung 5a: Zum Testen des neu eingerichteten Mailservers dient KMail, hier der Reiter mit den Account-Einstellungen für ein IMAP-Postfach. »Benutzer«, »Passwort« und »Server« sollten die passenden Daten enthalten.

Abbildung 5b: Der Reiter »Sicherheit« führt zu den Einstellungen für SSL und die verwendete Login-Methode. Über »Fähigkeiten des Servers testen« prüft KMail selbstständig, welche Methoden der Mailserver unterstützt.

Abbildung 5b: Der Reiter »Sicherheit« führt zu den Einstellungen für SSL und die verwendete Login-Methode. Über »Fähigkeiten des Servers testen« prüft KMail selbstständig, welche Methoden der Mailserver unterstützt.

Infos

[1] Postfix: [http://www.postfix.org] Peer Heinlein, "Selbstverteidigungskurs": Linux-Magazin 12/02, S. 52

[2] QMail/MySQL: [http://iain.cx/qmail/mysql/]

[3] Cyrus-IMAP: [http://asg.web.cmu.edu/cyrus/imapd/]

[4] SASL: [http://asg.web.cmu.edu/sasl/]

[5] PAM-MySQL: [http://pam-mysql.sf.net]

[6] OpenSSL: [http://www.openssl.org]

[7] DBM: [http://www.sleepycat.com]

[8] Linux-PAM: [http://www.kernel.org/pub/linux/libs/pam/] und Dirk. v. Suchodoletz, M. Walter, "Alles über PAM": Linux-Magazin 05/04, S. 38

[9] Webfrontend für Cyrus: [http://www.web-cyradm.org]

[10] Postfix-Buch: [http://www.postfixbuch.de]

[11] Squirrelmail: [http://www.squirrelmail.org]

Der Autor

Heiner Lamprecht arbeitet als Produktmanager bei der Barco Orthogon AG. Mit der Firma The-open-net bietet er Internet-basierte Dienstleistungen für Firmen und Organisationen an.

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