Schon lange stritt das Debian-Projekt für freie Software über den Namen des AMD-64-Bit-Ports. Sowohl das von AMD bevorzugte »amd64« als auch die Bezeichnung »x86_64« aus dem Linux-Kernel waren noch im Rennen, als am 24. Juni Debians technischer Ausschuss, letzte Instanz in technischen Fragen, entschied: »amd64« soll er heißen, weil dieser Name schon während der Entwicklung benutzt wurde[1].
Das nächste Thema: Zeitungen, Online-Magazine und Newsticker geben ihre Meldungen mittlerweile in so genannten RSS-Feeds heraus. RSS steht für Rich Site Summary. Das Format ist in XML definiert; es führt die Schlagzeile eines Onlineartikels sowie den Link darauf in einem File zusammen. Der Vorteil: Man braucht nur die RSS-Datei zu überfliegen und muss nicht in der Website wühlen.
Akregator
Bei nur einer Newsquelle scheint die Zeitersparnis dabei minimal, doch anders, wenn viele Newsquellen zu durchforsten sind: ein Online-Newsticker, der Nachrichtenfeed einer Tageszeitung, diverse BLOG-Einträge und vielleicht die Newsfeeds einiger Softwareprojekte. Wer alle diese Websites manuell durchsuchen will, braucht Zeit. Die RSS-Dateien im XML-Format sind allein aber auch nicht besonders nützlich: Sie sind wegen der XML-Tags schwer lesbar und um an die verschiedenen RSS-Feeds zu kommen, muss man auch zunächst die entsprechende Datei öffnen.
News-Sammler
Diesem Problem begegnen Aggregators. Das englische to aggregate bedeutet sammeln: Die Pakete sammeln die Informationen aus den verschiedenen RSS-Feeds und zeigen dem Anwender nur die wichtigen Teile, also die Schlagzeile und den Link. Akregator ist so ein Aggregator: Das K im Namen verrät, dass es sich um ein KDE-Programm handelt. Es basiert auf KDE 3 und benötigt damit zumindest die KDE-3-Basisbibliotheken und -programme. Es gibt zwar noch keine 1.0-Version, die Entwickler arbeiten aber mit Hochdruck darauf hin. Bis Debian, Suse & Co. das Paket in ihre Distributionen aufnehmen, kann es von[2] bezogen werden.
Zeigt der Benutzer dem Programm, wo es eine Liste mit verfügbaren RSS-Feeds findet - natürlich verdaut es auch mehrere - dann geht Akregator die RSS-Feeds durch und lädt für jeden die entsprechende XML-Datei herunter. Der linke Teil des Programmfensters in Abbildung 1 zeigt die Kategorie, der die Liste zugeordnet ist. Über das Drop-down-Menü lassen sich alle verfügbaren RSS-Feeds öffnen, die in dieser Liste eingetragen sind. Wählt man einen dieser Einträge aus, ist sein Inhalt zu sehen. Aus dem lässt sich dann eine Schlagzeile auswählen.
Abbildung 1: Akregator, das komfortable KDE-Frontend zum Lesen mehrerer RSS-Newsfeeds.
Ein Klick auf »View« zeigt die URL zur Meldung. Eine Besonderheit: Akregator startet keine Konqueror-Instanz, sondern öffnet einen Konqueror-Tabulator im eigenen Fenster. Das hält das Programm kompakt und bringt den Desktop auch bei vielen Newsfeeds nicht durcheinander. Akregator passt sich völlig in den KDE-Desktop ein. Es ähnelt »pan«, dem GTK-Usenet-Reader, und ist ebenso leicht zu bedienen. Wer ohnehin KDE benutzt und viele RSS-Feeds braucht, sollte sich das Programm ansehen.
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