Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 08/2004

Firewalls und Sicherheit im Internet sowie Debian GNU/Linux

Tux liest

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Ohne das Internet geht nichts mehr. Umso mehr ist die Sicherheit von Diensten und Protokollen ein wichtiges Thema, dem sich "Firewalls und Sicherheit im Internet" widmet. Das Buch "Debian GNU/Linux" richtet sich vor allem an Windows-Umsteiger und führt in die Grundlagen von Linux ein. Ingo Jürgensmann, Steffen Möller, Max Werner

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Die zweite Auflage von "Firewalls und Sicherheit im Internet" wurde im Vergleich zur 1994 erschienenen ersten Ausgabe stark überarbeitet und nimmt viele neuen Themen auf. Die Autoren sind renommierte Sicherheitsexperten, das Vorwort spricht von "100 Jahren Erfahrung", die sie in sich vereinen.

Sicherheit im Internet

Im ersten Kapitel gibt das Buch eine Einführung in das Thema Computer- und Netzwerksicherheit, die nächsten beiden Kapitel arbeiten sich durch die einzelnen Protokollschichten nach oben vor. Dabei gehen die Autoren detailliert auf einzelne Protokolle und Dienste ein und untermauern ihre Thesen stets mit Verweisen auf Security Advisories.

Der Leser erfährt viel über die gängigen Sicherheitslücken von Netzwerkdiensten und -Protokollen wie etwa WLAN, ARP, FTP, E-Mail und Chat. Leider kommt die potenzielle Gefahr von ARP-Spoofing zu kurz und die immer stärker um sich greifende Spam-Problematik umgeht das Buch fast komplett.

Dem aufmerksamen Leser fällt schnell auf, dass das Werk sparsam bebildert ist. Ein bis zwei Abbildungen pro Kapitel sind einfach zu wenig. Die vorhandenen Grafiken, versehen mit ausführlichen Bildunterschriften, sind jedoch informativ. Bombensymbole, mit denen die Autoren auf besondere Gefahren hinweisen, lockern das Schriftbild auf.

Tabuthemen

Ein eigenes Kapitel widmet sich Hacker-Werkzeugen und -Strategien. Lesern, die dieses Thema für gefährlich - weil verführerisch - halten, entgegnen die Autoren: Viele Hacker kennen die Tools längst und Admins können sich besser gegen Angriffe wehren, die sie kennen. Auf die Sicherheitsaspekte von freier Software geht ein dedizierter Abschnitt ein, er ist aber sehr kurz geraten. Das Fazit der Autoren: "Quellcode ist beruhigend, aber kein Allheilmittel." Leider sind die Schlagwörter "Open Source" und "freie Software" im sonst umfangreichen Glossar nicht zu finden.

Abgesehen von den erwähnten Schwächen ist das Werk sehr lesenswert und führt den fortgeschrittenen Leser strukturiert und detailliert in die Netzwerk- und Computersicherheit ein. Literaturverweise helfen dabei, das vermittelte Wissen zu vertiefen.

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