Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 02/2004
208

Zurück in die Zukunft

Der Artikel hat gezeigt, dass der Scheduler im Kernel 2.6 in Struktur und praktischer Leistung dem des 2.4ers vielfältig überlegen ist. Als weiterführende Literatur zum neuen Linux-Kernel eignen sich Robert Loves Buch "Linux Kernel Development"[5] und Wolfgang Maurers "Linux Kernelarchitektur"[6].

Wer der eigenen Distribution sofort den kompletten Sprung zum neuen Kernel nicht zumuten kann oder will, muss nicht auf die Scheduling-Features von Linux 2.6 verzichten. Denn es gibt entsprechende Backports für Kernel 2.4. Benutzer, die ihren geliebten 2.4er Kernel tunen möchten, sollten einen Blick auf Con Kolivas "-ck"-Patchset werfen, das unter[7] verfügbar ist. Es enthält unter anderem den O(1)-Scheduler, die Preemptible-Kernel-Patches und außerdem die Interaktivitäts-Patches von Con Kolivas selbst. (jk, Chr. Hellwig)

Infos

[1] Preemptible Kernel: [http://kpreempt.sourceforge.net/], [http://tech9.net/rml/linux/]

[2] Scheduler-Tools: [http://www.tech9.net/rml/schedutils/]

[3] Hackbench: [http://developer.osdl.org/craiger/hackbench/src/hackbench.c]

[4] Craig Thomas' Hackbench-Resultate: [http://developer.osdl.org/craiger/hackbench]

[5] Robert Love, "Linux Kernel Development": Sams Publishing, 2003, ISBN 0-672-32512-8

[6] Wolfgang Maurer, "Linux Kernelarchitektur - Konzepte, Strukturen und Algorithmen von Kernel 2.6": Carl Hanser Verlag, 2004, ISBN 3-446-22566-8

[7] Con Kolivas Kernel-Patches: [http://kernel.kolivas.org/]

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