Open Source im professionellen Einsatz

Drei neue Linux-PDAs im Vergleich

Taschen-Rutscher

Die Yopys und Zaurus der ersten Generation wurden von der Linux-Community zwar freudig angenommen, hatten jedoch Probleme in einigen Details. Jetzt kommt die zweite Generation dieser PDAs auf den europäischen Markt. Das Linux-Magazin hat die Geräte genauer unter die Lupe genommen.

Gleich drei neue PDAs mit Linux-Betriebssystem gibt es auf dem europäischen Markt, die Yopys YP-3500 und YP-3700 von G.Mate sowie den Zaurus SL-C750 von Sharp. Alle drei haben ein hintergrundbeleuchtetes Farbdisplay, üppig Speicher, viele Erweiterungsmöglichkeiten und eine eingebaute Tastatur - doch damit enden die Gemeinsamkeiten, wie die Redaktion feststellen musste.

Erster Linux-PDA

Der Yopy war der erste Linux-PDA, auch wenn das auf der Cebit 2000 vorgestellte Gerät nie auf den Markt kam. Erst die zweite Serie gab es Mitte 2002 unter der Bezeichnung YP-3000 wirklich zu kaufen, als Agendas VR3 und der Sharp Zaurus SL-5000 längst die ersten Hosentaschen erobert hatten.

Der YP-3000 krankte besonders am unbeleuchteten, reflektierenden Display[1], das nur bei besonders guten Lichtverhältnissen einigermaßen lesbar war. Für Erweiterungen stand lediglich der MMC-Slot zur Verfügung, nur in Asien gab es ein CDMA-Jacket, um aus dem Yopy ein Smartphone zu machen.

Abbildung 1: Die Tastatur des neuen Yopy YP-3500 und YP-3700 hat nun das Standard-QWERTY-Layout, dadurch werden die Tasten aber sehr schmal.

Abbildung 1: Die Tastatur des neuen Yopy YP-3500 und YP-3700 hat nun das Standard-QWERTY-Layout, dadurch werden die Tasten aber sehr schmal.

Yopy, der dritte Versuch

Im dritten Anlauf bleibt G.Mate dem Konzept der YP-3000-Serie treu und bügelt einige besondere Schwächen aus. Die Modelle YP-3500 und YP-3700 haben nun eine gute Hintergrundbeleuchtung und die zweigeteilte und versetzte Tastatur des YP-3000 ist einer Standard-QWERTY-Belegung gewichen - allerdings mit sehr schmalen Tasten, bedingt durch das Display im Portrait-Format (siehe Abbildung 1).

Das Tippgefühl ist trotzdem angenehm. Auch der Stift ist jetzt im Gehäuse untergebracht, beim YP-3500 wirkt er allerdings sehr filigran. Der YP-3500 ist mit zwei Zentimetern gut fünf Millimeter dicker als der Vorgänger YP-3000, der YP-3700 bringt es mit dem zusätzlichen Compact-Flash-Slot sogar auf knapp 2,5 Zentimeter (Abbildung 2).

Die beiden neuen Yopys machen einen guten Eindruck. Die Kunststoffgehäuse sind stabil verarbeitet, die Displays kontrastreich und alle Tasten gut bedienbar. Lediglich die Klappmechanik der Displaydeckel weckt Bedenken, da das Display bei Stiftbedienung immer verdächtig nach hinten nickt.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Als digitales Abo

Als PDF im Abo bestellen

comments powered by Disqus

Ausgabe 07/2013

Preis € 6,40

Insecurity Bulletin

Insecurity Bulletin

Im Insecurity Bulletin widmet sich Mark Vogelsberger aktuellen Sicherheitslücken sowie Hintergründen und Security-Grundlagen. mehr...

Linux-Magazin auf Facebook