Abbildung 1: Die Settop-Box hat etwa die Abmessungen einer D-Box, hinter dem Kartenschlitz links unten verbirgt sich jedoch kein Smartcard-Reader. Die Tasten rechts oben liefern Keyboard-Scancodes.
Die Settop-Box EP-1830 von Mainboard-Hersteller Elito-Epox ist ein kompakter Ein-Platinen-PC und war bereits auf der Cebit 2003 zu sehen, damals noch unter einer mit heißer Nadel zusammengestrickten Windows-Installation. Inzwischen bemüht sich Elito-Epox um eine möglichst gute Linux-Unterstützung seiner Produkte und verleiht dazu die Geräte an Entwickler[1].
D-Box-Format
Die Settop-Box hat nicht das übliche 19-Zoll-Hi-Fi-Format, sondern ist mit 36 mal 21 mal 8,5 Zentimeter (Breite, Tiefe, Höhe) etwa so groß wie eine D-Box. Auf der Gerätefront sind der Ein-/Ausschalter, drei LEDs sowie fünf Funktionstasten und der Infrarotempfänger untergebracht. Einen Smartcard-Leser hat das Gerät nicht, er lässt sich aber problemlos nachrüsten - noch ist der Kartenschlitz (Abbildung 1, links unten) nur Fassade.
Unter der Haube
Die Settop-Box ist mit einem Via-C3-Prozessor mit 766 MHz ausgestattet, der mit einem Lüfter gekühlt wird - die 600-MHz-Version des Prozessors mit rein passiver Kühlung bot offenbar nicht genug Rechenleistung. So reicht die CPU-Leistung gerade eben für das Abspielen von MPEG-2-Filmen, vorausschauend hat Elito-Epox aber zusätzlich einen Hardware-MPEG-4-Decoder-Chip, den EM-8470 von Sigmadesigns[2], auf das Mainboard gelötet.
Das scheint auf den ersten Blick eine gute Lösung, wirbt Sigmadesigns doch mit Linux-Unterstützung. Wer genauer hinschaut, findet aber lediglich ein Treiberpaket mit Binär-Bibliotheken[3] für die Realmagic Netstream 2000 mit EM-8400-Chip. Das Paket lässt sich mit aktuellen Kerneln nicht mal übersetzen.
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