Wenn die vorliegende CD bootet, startet die beliebte Knoppix-Distribution[1]. Ihr Entwickler Klaus Knopper hat das Debian-Derivat auf reibungslose Hardware-Erkennung und komfortable Bedienung getrimmt. Mit dem vorliegenden Live-Filesystem kann man gut arbeiten; die Performance hängt von der PC-Ausstattung und der Geschwindigkeit des CD-ROM-Laufwerks ab. Voraussetzungen nennt der Kasten "Knoppix 3.2". Sollten dennoch Probleme auftreten, empfiehlt sich der Besuch von[2].
Per Default arbeitet man mit Knoppix auf einer RAM-Disk, deren Inhalte nach dem herunterfahren des Betriebssystems naturgemäß verloren gehen. Vorhandene Festplattenpartitionen sind Read-only gemountet; die FAQ (siehe Kasten "Knoppix 3.2") erklärt, wie sich das ändern lässt. Zudem bietet das Knoppix-Menü im laufenden System die Möglichkeit, das Homeverzeichnis permanent zu machen.
Skyrix wird zu Open Groupware
Zusammen mit Knoppix starten von der CD auch alle Serverkomponenten von OpenGroupware.org, das eigentlich erst zum Linuxtag erscheinen wird. Mit Knoppix als Basis ist das komfortable Testen der Groupware ohne Installationsmaßnahmen sofort möglich. Diese Linux-Groupware ist Web- und Datenbank-basiert und liefert ihre Kalender, Dokumenten-, Adress- und Projekt-Verwaltung plattformunabhängig lokal und übers Netz als Browser-Applikation. Open Groupware ist ein Abkömmling von Skyrix 4.1[3] des gleichnamigen Magdeburger Linux-Spezialisten[4].
Die Firma hat sich gerade dazu entschlossen, ihre Produkte inklusive Sourcen der Community zur Verfügung zu stellen. Ab dem Linuxtag (10. bis 13. Juli) soll die zugehörige Site[5] starten. Im Fahrwasser von Open Office & Co. möchte Skyrix nicht nur die Community mit einer professionellen Linux-Groupware beglücken, sondern erhofft sich sicher auch Umsatz mit Add-ons (siehe Kasten "Kostenpflichtige Zusatzmodule"). Im Unterschied zu Open Office plant Skyrix jedoch, unter[5] auch Maintenance-Support zu leisten - ein Novum. Projekten wie PHP Groupware mangelt es an Vergleichbarem.
Inbetriebnahme
Als Datenbank kommt im Gegensatz zu früheren Skyrix-Versionen PostgreSQL zum Einsatz. Die entsprechenden Voraussetzungen sind mit der Knoppix-CD bereits erfüllt. Damit der Zugang auf das Webinterface nicht nur über den lokalen, sondern auch von anderen Rechnern im LAN aus möglich ist, muss der Administrator zuvor die Netzwerkverbindung konfigurieren. Er legt dazu mit Hilfe des Knoppix-Konfigurationsfrontends unter »Knoppix | Konfiguration« IP-Adresse und Subnetzmaske manuell fest. War beim Booten ein aktiver DHCP-Server erreichbar, ist das unnötig.
Nach dem Booten der Heft-CD zeigt ein Mozilla-Browserfenster den Login-Screen von Open Groupware an (Abbildung 1). Wer sich Groupware-typisch übers lokale Netz anmeldet, muss (wegen des fehlenden Mappings der virtuellen Domainverwaltung von Apache) aber die vollständige Adresse »http:// IP-Adresse-des-Servers/OpenGroupware« angeben, Webprotokoll ist WebDAV.
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Die Debian-basierte Distribution Knoppix von Klaus Knopper ist im deutschsprachigen Raum der Überraschungshit des Jahres 2003. Erste Informationen liefert die Datei »KNOPPIX/knoppix.html« auf der CD, Ausführliches gibt es unter[1]. Wer Probleme hat, ein Swapspace benutzen will oder muss und Ähnliches sollte die Datei »KNOPPIX/ KNOPPIX-FAQ.txt« studieren. Sie beschreibt auch kurz, wie man Knoppix von CD auf die eigene Festplatte installiert. Hardware-Voraussetzungen:
- Intel-kompatible CPU ab i486,
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128 MByte RAM (mehr oder eine Swap-Partition
empfehlenswert),
- bootfähiges CD-ROM-Laufwerk,
- SVGA-kompatible Grafikkarte,
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serielle oder PS/2-Standardmaus oder IMPS/2-kompatible
USB-Maus.
Nicht oder falsch erkannte Hardware lässt sich meist per Bootprompt zur Kooperation zwingen. Die Datei »KNOPPIX/knoppix -cheatcodes.txt« auf der CD informiert über die Details.
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