Erstmals Linuxpark auf der Cebit
Pinguine in Hannover
Zum ersten Mal findet der Linuxpark mit seiner Mischung aus kommerziellen Anbietern und freien Projekten sowie einem ausgedehnten Vortragsprogramm auf der Cebit in Hannover statt.
Zum ersten Mal findet der Linuxpark mit seiner Mischung aus kommerziellen Anbietern und freien Projekten sowie einem ausgedehnten Vortragsprogramm auf der Cebit in Hannover statt.
Der Linuxpark war auf der Fachmesse Systems in München oft jener Teil einer Messehalle, in dem sich die meisten Besucher tummelten. Jetzt gibt es erstmals einen Linuxpark zur Cebit, die von 12. bis 19. März in Hannover stattfindet. Veranstalter sind die Linux New Media AG, Herausgeberin des Linux-Magazins, und die Messespezialisten von Val-U Marketing. Das bewährte Konzept: auf Linux und Open Source orientierte Firmen, Global Player im IT-Geschäft und freie Projekte zusammenbringen - zum Nutzen aller Beteiligten.
Ein für kleine und mittlere Unternehmen interessantes Projekt kommt von Hewlett-Packard und wurde zusammen mit Partnern wie SuSE und Oracle initiiert. Auf über 50 Quadratmetern wird ein virtuelles Mittelstandsunternehmen vorgeführt, bei dem alle Applikationen unter Linux laufen. Die gewachsene Bedeutung von Linux für den Mittelstand zeigt auch die Beteiligung des Unternehmer-Magazins "Impulse" am Linuxpark. Weitere Aussteller sind beispielsweise Red Hat, AMD, IBM, Computer Associates, Samsung und Science & Computing.
Jedoch auch nicht-kommerzielle Aussteller haben auf der Cebit eine Chance. Open-Source-Projekte von A wie Apache bis Z wie Zope sind ebenso anwesend wie die Free Software Foundation oder die Organisation Eurolinux, die sich besonders den Kampf gegen Softwarepatente auf die Fahnen geschrieben hat. Zu beachten ist jedoch, dass nicht alle Organisationen und freien Projekte während aller acht Messetage präsent sein werden, wer an welchen Tagen die Stände der Open Booth besetzt, steht auf [www.linux-events.de].
Auf dem ersten Linuxpark einer Cebit werden freie Projekte wie Debian oder KDE zahlreich vertreten sein.
Direkt auf dem Linuxpark gibt es im Forum die Möglichkeit, Vorträge zu besuchen. Cebit-übliche Marktschreier-Methoden wird der Besucher hier nicht finden, dafür handfeste Informationen aus berufenem Munde, etwa von SuSEs Security-Experten Olaf Kirch, Jon "Maddog" Hall von Linux International, Lars Eilebrecht vom Apache-Kernteam, Nat Friedman von Ximian oder vom Samba-Entwickler Volker Lendecke. Die komplette Liste ist wieder auf der Website einzusehen. Podiumsdiskussionen, zum Beispiel zu TCPA oder zu "Linux im Mittelstand", und kleine Gesprächsrunden ergänzen das Angebot.
Die Erfahrung hat gezeigt, dass beispielsweise ein Auftritt von Alan Cox, Europas Kernel-Hacker Nummer eins (seit Linus nach Kalifornien umgezogen ist) mühelos große Säle füllen kann. Deshalb bietet die "Open Source Conference" im Convention Center die Gelegenheit, auch technisch anspruchsvolleren Vorträgen in konzentrierter Atmosphäre folgen zu können. Veranstaltet wird die Konferenz übrigens in Zusammenarbeit mit Linux International und der Open Source Exchange, die in den vergangenen Jahren Open-Source-Unternehmen im amerikanischen Pavillon in Halle 6 konzentrierte.
Den Pavillon wird es auch in diesem Jahr geben, dort findet der Besucher unter anderem SuSE, AID und Igel Melchers. Auch an anderen Stellen der Messe wird man immer wieder auf Linux und Open Source stoßen, so beispielsweise auf Knoppix am Stand der Uni Kaiserslautern. Jedoch die höchste Konzentration von Linux- und Open Source-Themen sollte sich in Halle 6 auf dem Linuxpark finden.
Alle Rezensionen aus dem Linux-Magazin
Im Insecurity Bulletin widmet sich Mark Vogelsberger aktuellen Sicherheitslücken sowie Hintergründen und Security-Grundlagen. mehr...