Open Source im professionellen Einsatz
Linux-Magazin 03/2003

Der Monat auf Linux-Community.de

Fiese Fonts

Die Linux New Media AG - Herausgeberin des Linux-Magazins - betreibt im Internet die Diskussions- und News-Plattform www.linux-community.de. Wir werfen einen Blick auf die dort kontrovers diskutierten Ereignisse der letzten Wochen.

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Das ist Alltag in der Community: Ein Mitglied wandte sich unter [http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=6065] mit einigen Fragen an die Gemeinde. Grund für das Posting waren kleinere Schwierigkeiten mit den ersten Schritten unter Linux. Welche Software ist richtig, was brauche ich, um vernünftig arbeiten zu können, und viel wichtiger: Worauf kann ich verzichten?

Nicht alltäglich ist: Eine Frau stellte diese Anfängerfragen - und die Männer wahrten die Contenance: kein Grund für chauvinistische Häme. Im Gegenteil: Mehrere Mitglieder wiesen in freundlichen Beiträgen auf die Dateien unterhalb des Verzeichnisses »/usr/share /doc/packages« hin. Dort befinden sich häufig Beispiele und Anleitungen zu einer Software. Der Paketmanager Yast zeigt ebenfalls Dokumentationen an.

So leicht haben es Frauen in der männlich dominierten Computerwelt nicht immer. Eine Seite speziell für Frauen ist [http://women.kde.org/projects/div /sisterpages.phtml]. Hier stehen Links zu verschiedenen Projekten im Netz, die sich schwerpunktmäßig oder ausschließlich an Frauen richten. Sie bieten geschlossene Foren an, in denen Frauen ebenfalls ohne Angst vor dem Spott einiger Machos technische Fragen an andere Frauen stellen.

Kurz notiert

KHTML for MacOS X: [www.linux-community.de/Neues/story?storyid=6069]

Windows XP-Desktop als Alternative: [www.linux-community.de/Neues/story?storyid=5982]

Linux als DSL-Router: [www.linux-community.de/Neues/story?storyid=6030]

Problem mit Masquerading: [www.linux-community.de/Neues/story?storyid=6006]

Online-Dokumentation

Ein aufwändiger, aber dafür besonders ergiebiger Rat für Anfänger ist die Installation eines Minimalsystems, auf dem nach und nach interessante Softwarepakete installiert und getestet werden. In jedem Fall zu empfehlen ist es, nicht blind die Programme zu deinstallieren, die nicht mehr erwünscht sind. Auch dies ein Rat an die Anwenderin.

Mehrere Mitglieder verwiesen auf andere Ressourcen im Netz, darunter [http://www.linuxeinsteiger.org], eine deutschsprachige Seite mit dem üblichen User-Forum und einigen Anleitungen zu Themen wie Firewalling, Netzwerkkonfiguration oder einer Übersicht von Grundbegriffen in der Netzwerkterminologie. Ein weiterer Hinweis führt zu [http://docs.kde.org/]. Auf diesem Server befinden sich die Online-Dokumentationen zu zahlreichen KDE-Programmen. Sie sind unter Oberbegriffen gruppiert, die schon von den Paketnamen der Desktop-Umgebung bekannt sind.

Pixelige Probleme

Oft kämpfen Mitglieder der Linux-Community beim Wechsel von Microsoft auf das freie Betriebssystem mit Kleinigkeiten. Unter [http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=5980] beschreibt ein Member seine Schwierigkeiten mit der Schriftendarstellung in Gimp. Der Font weist kleine Unregelmäßigkeiten auf, die den Text unsauber erscheinen lassen.

Sofort tippen einige Mitglieder auf falsche Schriften und empfehlen, es mit vektorbasierten Schriften zu versuchen. Eine Antwort gibt sogar detaillierte Anweisungen, wie dies auf dem eingesetzten Debian-System zu bewerkstelligen ist: Schon mit drei schnell getippten Kommandozeilen sind diese Fonts nachinstalliert.

apt-get install sharefont
apt-get install freefont
xset fp rehash

Mit der letzten Zeile aktualisiert der X-Server seine Font-Tabellen. Trotz dieser Hinweise und Neu-Einstellungen verbesserte sich das Ergebnis nicht.

Schließlich wies ein anderes Mitglied auf den patentierten Hinting-Mechanismus hin, der für das bessere Schriftbild in Photoshop verantwortlich ist. Die Freetype-Engine von Gimp ist um diesen Algorithmus herumprogrammiert und daher nicht so leistungsfähig. Eine Alternative dazu ist der Bitstream Fonttastic Font-Manager. Das beispielsweise mit dem Paket Corel Photopaint ausgelieferte Programm übernimmt nicht nur das Font-Management für die Corel-Anwendung, sondern stellt die Dienste allen anderen Linux-Anwendungen ebenfalls zur Verfügung.

Wer mit diesen Problemen auf seinem Computer zu kämpfen hat, kann es ja mal versuchen: Corel Photopaint 9 lässt sich in der Linux-Version unter folgender URL frei aus dem Internet herunterladen: [http://linux.corel.com/products/pp9/download.htm]

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