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Linux-Magazin 12/2002

Der Monat auf Linux-Community.de

Blaue Kurven

Die Linux New Media AG - Herausgeberin des Linux-Magazins - betreibt im Internet die Diskussions- und News-Plattform www.linux-community.de. Wir werfen einen Blick auf die dort kontrovers diskutierten Ereignisse der letzten Wochen.

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Ist der neue Bluecurve-Look von Red Hat Linux 8.0 mit einem einheitlichen Design für die beiden Umgebungen KDE und Gnome ein Fortschritt oder ein Schritt in die falsche Richtung?

Einheitslook oder nicht?

Mit dieser Frage löste Arnulf Pelzer eine Diskussion in der Community aus: [http://www.linux-community.de/Neues /story?storyid=5002]. Christoph Bartoschek schreibt: "Der Desktop sieht erstmal ganz schick aus. Die Icons sind gefällig und alles wirkt aufgeräumt. Antialiasing scheint fast überall aktiviert zu sein. Der graue Grundton des Theme wirkt auf mich jedoch nicht ganz modern. Das lässt sich aber ändern."

Dann fährt er fort: "Das Problem, das ich mit Red Hat 8.0 habe, ist, dass die Möglichkeit, KDE als Desktop auszuwählen, nur ein Alibi ist, um die KDE-Benutzer zum Kauf zu bewegen. Standardmäßig werden die meisten KDE-Programme nicht installiert. Selbst nachdem ich KDE als Gruppe bei der Installation aktiviert hatte, musste ich nahezu jede KDE-Applikation einzeln in anderen Gruppen aktivieren. KMail, KNode und KOffice mussten separat installiert werden. Nach der Installation findet man sie dann in der hintersten Ecke des Startmenüs."

Schon im Vorfeld kritisierten viele das Verhalten von Red Hat und so schrieb Owen Taylor extra einen Aufsatz zu diesem Thema. [http://people.redhat.com/otaylor/rh-desktop.html]

Tom Brehm mag sich nicht pauschal festlegen: "Grundsätzlich wird an Linux ja bemängelt, dass im Vergleich zu Windows die Verwirrung durch viele Toolkits, Desktops und Window-Manager für den Anfänger zu groß ist und diese Zersplitterung außerdem Entwicklungsressourcen frisst, weil bei der Programmierung zu viele mögliche Oberflächen beachtet werden müssen. Andererseits finden es viele Anwender - ich übrigens auch - gerade schön an Linux, nicht an eine Oberfläche gebunden zu sein und die Freiheit des Wechsels zu haben."

Xunil steuert einen Link bei, unter dem man sich das neue Design ansehen kann: [http://gnomedesktop.org/article.php?sid=616]

Microsofts Angst vor Linux

Andreas Steffens, der einigen Mitgliedern der Linux-Community noch als Mitarbeiter von Mandrake Deutschland bekannt sein dürfte, engagiert sich weiter für das freie Betriebssystem. Er postet einen Link zu einer Argumentationshilfe von Microsoft gegen Linux und kündigt gleichzeitig ein eigenes Projekt an: Er kommentiert die Argumente von Microsoft auf einer eigens dafür eingerichteten Seite: [http://www.it-vb.de/W2K_vs_OpenSource.html]

Das Unterfangen ist von Anfang an allerdings umstritten. Marco Koslowski findet: "Ich weiß nicht, ob es nur mir so geht, doch ich empfinde die ewige Diskussion bezüglich der Vor- und Nachteile der diversen Betriebssysteme als ermüdend. Linux hat sich einen festen Platz in der Reihe der Betriebssysteme erarbeitet und auch mehr als verdient."

Auch Christian Berg gewinnt der Diskussion nicht allzuviel Neues ab, fügt aber hinzu: "Kerberos ist eine Sicherheits-Suite mit langer Tradition, und zwar aus dem BSD-Lager. Ich weiß also nicht, warum sich Microsoft immer damit rühmt und behauptet, dass GNU/Linux das nicht kann."

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