Nach dem amerikanischen Discounter Walmart bietet nun auch der deutsche Elektronikhändler Media Markt einen Computer mit vorinstalliertem Linux an. Es handelt sich um einen Laptop mit SuSE 8.0. Mike Schulte wies auf das Angebot hin und zeigte sich auch erfreut über diese neue Offerte [http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=4782].
Auch andere Mitglieder der Community teilen die Freude über diese Entwicklung: Frank Bergkemper sagt dazu: "Ich wünschte mir mehr solcher Angebote. Kann ja nicht angehen, dass es nur Rechner mit vorinstalliertem Windows gibt. Zudem kommen so vielleicht mehr Leute auf den Geschmack und versuchen sich mal an Linux."
Das dem Paket beigelegte Programm für den DVD-Brenner sorgt auf den ersten Blick allerdings für Belustigung - handelt es sich doch um eine reine Windows-Version. Aber Carsten Ziepke weiß: "Von Cyberlink [http://www.gocyberlink.de] gibt es schon seit einiger Zeit "Power DVD" für Linux. Jedoch erhalten die Linux-Version meines Wissens nur Hardwarehersteller. Jetzt müsste nur ein Hersteller von DVD-Laufwerken die Linux-Version mit einem Laufwerk bundeln."
Kritik wird am Text aus der Werbung laut. Media Markt wirbt auf der Webseite mit "Linux Version 8.0". Hierin sieht Stephan Hermann eine klare Fehlinformation. Aber andere beschwichtigen ihn. Jan Griesel sagt dazu: "Okay Stephan - so gesehen hat der Media Markt da Unrecht. Ich finde aber, man sollte über solche Fehler großzügig hinwegschauen. Ob das nun SuSE oder sonst was ist - Hauptsache eine Distribution, mit der ein Anfänger ein Feeling für Linux bekommt."
Ein anonymer Poster heizt die Diskussion noch einmal richtig auf, indem er darauf hinweist, dass die Firma Dell vor einem Jahr mit einem ähnlichen Angebot gescheitert ist.
Community-Support
J. Singer stößt mit einem Meinungsbeitrag über die Hilfeleistungen der Community eine interessante Diskussion über den Charakter der Nutzer- und Entwicklergemeinde an. Er beklagt, dass die Mitglieder der Community zwar bei einfachen, kleinen Problemen hilft, aber bei komplexen Fragen oft einfach nicht reagiert [www.linux-community.de/Neues/story?storyid=4700].
Das konnte selbstverständlich nicht unkommentiert bleiben. Zunächst weisen zahlreiche Mitglieder auf den freiwilligen Charakter hin, den die Hilfestellungen oft haben. Es ist ein Geben und Nehmen, betont unter anderem Kurt Pfeifle, der mit seiner CUPS-FAQ einen wichtigen Beitrag zum Drucken unter Linux leistet. Der Ton in dem einen oder anderen Beitrag ist manchmal schon etwas kritisch, aber die Botschaft aller Mitglieder bleibt versöhnlich.
Ein Member weist bespielsweise darauf hin, dass mit der Komplexität der Fragen naturgemäß die Anzahl der Leute abnimmt, die darauf eine Antwort geben können. Am Ende hat J. Singer ein Einsehen und gesteht, dass tiefer Frust der Grund für sein Posting war und er eigentlich nicht erwartet, dass jemand aus der Community sein Problem löst. Einige wertvolle Hinweise zu seiner ursprünglichen Frage nimmt er trotzdem noch mit auf den Weg.
Windows-XP-Test
Mit einer kurzen Glosse in der Schwesterzeitschrift "LinuxUser" fing alles an. In einem ironischen Beitrag beschrieb Hans-Georg Eßer, Chefredakteur LinuxUser, die Installation eines Windows-XP-Systems aus der Sicht eines Linux-Anwenders. Der Artikel bewegte tagelang die Gemüter und wurde zu einem Prüfstein für den deutschen Humor. Die Redaktion erhielt in den Tagen nach dem Erscheinen der Ausgabe 09/02 zahlreiche Mails mit Zustimmung und Lob, aber auch mit viel Kritik.
Leser hatten den Vergleich ernst genommen und reagierten wütend. Grund genug für einen Stimmungstest auf der Community-Seite [www.linux-community.de/Neues/story?storyid=4679]. Hier rief der Beitrag überwiegend positive Reaktionen hervor. Einige gönnten aber auch in diesem Forum sich und anderen diesen Spaß nicht.