Open Source im professionellen Einsatz

LUG Oberkirch

Schwarzwälder Linux

Tief im Schwarzwald verborgen leben die Renchtal-Tuxe in einer vitalen, kleinen Kolonie. Das Linux-Magazin hat sich in den dunklen Wald gewagt, um über sie zu berichten.

Die spätere LUG Oberkirch nahmen Mario Schröder und ein Freund im April 2002 das erste Mal ins Visier. Anlass war eine Besprechung in der örtlichen Volkshochschule für IT-Dozenten[1] bei der beide per Zufall mit dem Fachbereichsleiter Arbeit und Beruf der VHS über Linux ins Gespräch kamen. Im Anschluss ließen sich die drei Linux-Begeisterten bei einem kühlen Blonden nieder und fachsimpelten bis in die späten Nacht über die Idee, eine eigene Linux-Usergroup zu gründen.

Eine Interessengemeinschaft für Linuxer gab es bis dahin im gesamten Renchtal noch nicht. Einige Autominuten entfernt existierte zwar die LUG Offenburg[2]. Deren Mitglieder trafen sich jedoch nicht in der Art eines regelmäßigen Stammtisches, etwa alle zwei Wochen.

Also ergriffen alle drei die Initiative. Ein geeigneter Ort war schnell gefunden - und heute kann man bei den regelmäßigen Treffen in einer lockeren freundlichen Atmosphäre über Linux plaudern und nebenbei noch was fürs leibliche Wohl tun. So entstanden die Renchtal-Tuxe[3], eine Organisation für Linux-Freunde im Schwarzwald.

Das erste Meeting war mit einer Beteiligung von fünf Usern - bedenkt man den ländlichen Charakter der Region - gut besucht. Und noch etwas Besonderes: Unter den Teilnehmern war auch schon die erste Frau der Gruppe.

Beim Treffen der Renchtal-Tuxe rauchen schon mal die Köpfe, wenn ein kniffliges Problem auftaucht. Die LUG-Mitglieder (von links) Christof Motz, Simon Schmid und Martin Weber.

Beim Treffen der Renchtal-Tuxe rauchen schon mal die Köpfe, wenn ein kniffliges Problem auftaucht. Die LUG-Mitglieder (von links) Christof Motz, Simon Schmid und Martin Weber.

Besuch beim LUG-Camp

Die Teilnahme beim LUG-Camp[4] in Flensburg war für eine Delegation der Renchtal-Tuxe Pflicht - die Teilnahme an der Drink & Track-Session Ehrensache. Als kleines Mitbringsel aus ihrer Heimat hatten die Tuxe für Tracker und Programmierer auch etwas Schwarzwälder Kirschwasser dabei.

Ein redaktioneller Beitrag in der Computerseite der "Mittelbadischen Presse"[5] brachte weiteren Zulauf. Zum nächsten Treffen nach dem Zeitungsartikel erschienen neun Teilnehmer - und das, obwohl es die Renchtal-Tuxe erst seit wenigen Wochen gab. Neueinsteiger sind aber nach wie vor bei den regelmäßigen Treffen willkommen.

Neben den Stammtischen befinden sich noch weitere Workshops mit und über Linux für den Herbst in Vorbereitung. Dabei stehen die Themen LDAP, NFS, LAMP und Perl auf dem Programm. Richtig groß aufgezogen wird der Linux-Info-Samstag gemeinsam mit der Volkshochschule, bei dem die Mitglieder der LUG anderen Computernutzern zeigen wollen, was man mit Linux alles machen kann und welche Kosten dabei auf sie zukommen.

Infos

Homepage: [www.renchtal-tuxe.de]

E-Mail: [info@renchtal-tuxe.de]

Treffen: Alle zwei Wochen (Termin wird auf der Webseite veröffentlicht) in der "Winzer-Stube" in Nussbach/Herztal

Aktivitäten: Workshops, Linux-Info-Samstag in Zusammenarbeit mit der Volkshochschule

Links

[1] [http://www.vhs-ortenau.de]

[2] [http://www.lugog.de]

[3] [http://www.renchtal-tuxe.de]

[4] [http://www.lug-camp-2002.de]

[5] [http://www.schroedi.org/presse.htm]

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