Apache 2 - das ist anders, das ist neu
Nachfolge-Regelung
Jetzt oder erst in ein paar Monaten steht für Administratoren der Wechsel vom Apache-Server 1.3 zu 2 ins Tipi. Dieser Beitrag nennt die wichtigen Neuerungen und gibt Entscheidungshilfen.
Jetzt oder erst in ein paar Monaten steht für Administratoren der Wechsel vom Apache-Server 1.3 zu 2 ins Tipi. Dieser Beitrag nennt die wichtigen Neuerungen und gibt Entscheidungshilfen.
Nach zweieinhalb Jahren Entwicklungszeit hat die Apache Software Foundation[1] mit der Version 2.0.35 im April die neue Generation Ihres Webservers [2] für "die Allgemeinheit nutzbar" erklärt[3]. Zum Redaktionsschluss dieses Hefts war 2.0.40 aktuell. Doch offenbar trauen sich viele Administratoren nicht an eine Umstellung. Dieser Artikel benennt für Unentschlossene die Vorteile des Neuen und für Umsteiger die Fallstricke.
Augenfällig ist zunächst ein ganzer Strauß neuer Funktionen in Apache 2.0:
bu1Abbildung 1: Die Standardmodule der Version 1.3 bringt Apache 2.0 zwar ausnahmslos mit, die alten Third-Party-Module laufen aber zunächst nicht.
Bis zur Version 1.2 unterstützte Apache nur Unix-Betriebssysteme. Sie sind im Gegensatz zu Windows in der Lage, Prozesse zu kopieren (das so genannte Forking). Apache arbeitete als so genannter Preforking-Server: Der gestartete Vater- Prozess legt zu Beginn eine in der Konfigurationsdatei angegebene Anzahl von Kopien seiner selbst an, die auf eingehende HTTP-Anfragen warten. Falls mehr Anfragen eingehen, als es Prozesse gibt, werden rechtzeitig neue Kopien des Ursprungsprozesses angelegt.
Apache wurde in der Version 1.3 relativ mühsam auf Windows-Betriebssysteme (auch auf Netware 5 und IBMs Transaction Processing Facility) portiert. Dazu schrieben Entwickler die komplette Prozess-Engine neu. Unter Windows läuft die so genannte Thread-Version von Apache 1.3, unter Unix/Linux die Prozess-Variante.
Um Apache 2.0 leichter portierbar zu machen, trennten die Entwickler den plattformspezifischen Code vom restlichen Apache-Code in den Sourcen des APR und der MPMs (siehe unten). Diese Kapselung macht es auch leichter, Plattform-Optimierungen vorzunehmen.
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