Auf der Linux-Community ist das Posten nur noch mit Anmeldung erlaubt! Warum? Viele Mitglieder haben sich bei den Administratoren der Webseite über so genannte Trolle beschwert. Die Anmeldung mit einer gültigen E-Mail-Adresse wurde daher allgemein als Einstiegshürde begrüßt. Andreas Bertold ist anderer Meinung: "Treffende Flames haben häufig den positiven Nebeneffekt, dass die Selbstzufriedenen in ihrer satten Ruhe aufgeschreckt werden und man Probleme anfassen muss, die man viel lieber unter den Teppich gekehrt hätte. Solche Flamer werden sich bestimmt nicht anmelden."
Diese Kritik ist bedenkenswert, aber sie wirft zwei verschiedene Sachen zusammen. Peter Sütterlin antwortet: "Irgendwie habe ich den Eindruck, du setzt Kritik und Flamen gleich. Das eine ist konstruktiv, das andere sinnentleert. Aber Konstruktive gibt es in allen Lagern und die werden sich - da bin ich sicher - anmelden, um zu sagen, was sie denken."
Linux für Senioren
Michael Frey kennt ein Projekt, das eine Distribution für Kinder entwickelt. Er fragte die Community, ob es ein ähnliches Projekt gibt, allerdings mit dem Ziel, den Senioren Linux nahe zu bringen. [http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=4181] Niemand wusste darauf eine Antwort, aber es entwickelte sich immerhin eine Diskussion um mögliche Features einer solchen Distribution und einige gaben sogar Erfahrungsberichte ab.
Tjabo Kloppenburg beispielsweise betont, dass nicht das Alter wichtig sei, sondern wie geistig fit und lernbereit jemand ist. Martin Hauser hält den Ansatz, Linux für Senioren, grundsätzlich für gut: "Wenn's läuft, dann läuft's halt. Und das wäre ja gerade für ältere Menschen doch von Vorteil, wenn sie den Computer benutzen wollen, und höchstwahrscheinlich würde das allen Beteiligten mit einer solchen Distribution viel Ärger ersparen."
Thomas Renard geht auf das Design ein: "Wenn man davon ausgeht, dass der Benutzer wirklich hauptsächlich das Internet verwenden soll, ist eigentlich die Frage, wie viel Benutzeroberfläche man dann noch braucht. Die Panik vor der Arbeit mit diesem Gerät wird wahrscheinlich mit der Anzahl der Bedienelemente steigen. Ach ja: Große Zeichensätze sind sinnvoll." Die weitere Diskussion bezog sich auf einen konkreten Fall, in dem ein Mitglied beschreibt, wie man einen alten Rechner so umrüstet, das er als kleiner Office- und Internet-PC benutzt werden kann.
Eine andere Nachricht ließ die Gerüchte sprießen wie die Champignons: Microsoft auf der Linux World Expo 2002. Was kann den Koloss aus Redmond dazu bewogen haben, für sich einen, wenn auch kleinen Stand auf der World Expo 2002 in San Francisco zu buchen? Die Vermutungen der Community reichen von Unterwanderung bis Spionage.
Murphy schreibt dazu: "Un-ter dem Deckmantel, in einen tieferen Dialog mit den Linux-Nutzern und -Entwicklern eintreten zu wollen, wird der Versuch unternommen, die eigenen Produkte im Umfeld der Konkurrenz vorzustellen. Ob das wirklich was bringt, wird sich zeigen. Es dürfte nicht viele geben, die auf Windows zurückmigrieren, wenn sie einmal Linux kennen."
Oguz Gözüala fügt als mögliche Erklärung noch hinzu: "Es geht ihnen wahrscheinlich primär um den Embedded-Bereich. Da ist in Sachen Betriebssystem noch nichts entschieden und viele meinen, hier hätte Linux eine Chance. Da versucht Microsoft vielleicht ein wenig Wasser abzugraben."
Mandrake und United Linux
Mandrake hat sich dazu entschlossen, nicht an dem Projekt United Linux teilzunehmen. Nach Meinung des französisches Distributors ergeben sich für das Unternehmen zahlreiche Nachteile in Bezug auf das eigene Produktangebot. Lutz Horn bemerkt, dass Mandrake sich in dem Statement aber auch weiterhin zur Community bekannt hat. Col sieht die Erklärung von Mandrake allerdings eher kritisch: "In Mandrakes Erklärung stimmt natürlich vieles - doch greift nichts so richtig."